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Mitarbeiter des Landratamtes Regen mit Landrat Michael Adam, Foto: Landratsamt Regen/Langer

Ausstellung informiert über das LIFE+ Projekt

 

Sie freuten sich über die Eröffnung der Ausstellung im Landratsamt Regen, v.li.: Claudia Schmidt (LIFE + Projekt), Günther Weinberger (Büroleiter des Landrats im Landratsamt Regen), Jochen Linner (LIFE + Projekt), Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl, Ulrike Dausch (Landratsamt Regen), Karin Hodl (Landratsamt Regen), Landrat Michael Adam, Franz Baierl (Verwaltungsleiter Landratsamt Regen), Laura Strixner (Landratsamt Regen) und Monika Kauf-Schöllhorn (Landratsamt Regen). Foto: Langer/Landkreis Regen
Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald stellt im Landratsamt Regen aus

Regen. Noch bis September 2018 läuft das LIFE+ Projekt im Nationalpark Bayerischer Wald. Die Ziele sind klar definiert. Mit dem Projekt soll der Wasserhaushalt in den Moorgebieten verbessert werden, zudem soll die Durchgängigkeit und natürliche Dynamik der Fließgewässer, sprich der Bäche im Parkgebiet, verbessert werden. Zudem wird probeweise der Rukowitzschachten, beweidet. Über die Maßnahmen und ihre Auswirkungen im Rahmen des Projektes informiert eine Ausstellung, die derzeit im Landratsamt Regen gastiert.

Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl und Landrat Michael Adam haben die Ausstellung gemeinsam eröffnet. „Ich freue mich, dass der Nationalpark mit diesem herausragenden Projekt bei uns im Landratsamt zu Gast ist“, sagte Adam in seiner Begrüßung. Der Landrat ging in kurzen Worten auf die Bedeutung des Parks im Bereich der Umweltbildung ein und mit Blick auf die Maßnahmen, die das Projekt definiert, stellte Adam fest, dass die vorgesehenen Arbeiten insbesondere von der Naturschutzbehörde im Landratsamt begrüßt werden. „Es ist schön, dass am Rukowitzschachten wieder Rotvieh zu sehen ist“, meinte Adam und Nationalparkleiter Dr. Leibl erklärte, dass mittels Beweidung die Schachten sachgerecht gepflegt werden. So werden dort seltene Pflanzen wie der Arnika und das Borstgras gefördert. Aber nicht nur die Natur profitiere von der Beweidung. „Durch die Beweidung unterstreichen wir die kulturhistorische Bedeutung der Schachten, die bereits im 17. Jahrhundert durch Rodung und den Hochlagen-Sommerweidebetrieb der Bauern in der Bayerwaldregion entstanden sind“, sagt Dr. Leibl. Ziel der Verwaltung sei es, die Schachten als „Perlen im Waldmeer“ dauerhaft zu erhalten.

Aber auch die anderen Projektziele werden von allen Seiten als sinnvoll erachtet. Durch die Wiederherstellung der Dynamik der Bäche entsteht nicht nur ein optisch schöneres Bild, es kehrt auch ein Lebensraum für Tiere, wie die Mühlkoppe und die Wasseramsel, zurück. Begrüßt wurden auch die anvisierten Ziele für die Moore. Dort soll der Wasserhaushalt verbessert werden. „Rund 5 Hektar Hochmoor- und 45 ha Moorwaldflächen sollen wieder vernässt werden“, weiß Leibl. Das sei neben dem Naturschutzgedanken vor Ort auch ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz.

Leibl ging in seinem kurzen Grußwort auch auf die Finanzierung des Projektes ein. Rund 1,3 Millionen Euro sollen hier investiert werden. Rund die Hälfte der Gelder kommt von der EU, 30 Prozent übernimmt der Bayerische Naturschutzfond. „Den Rest trägt die Nationalparkverwaltung“, weiß der Parkleiter. Der Schutzstatus des Nationalparks Bayerischer Wald als Natura 2000 Gebiet war Grundlage für die Förderung. Das Geld sei in dem Projekt gut angelegt, waren sich Dr. Leibl und Landrat Adam einig. Beide hofften zudem, dass viele Bürger die Gelegenheit nutzen und sich in der Ausstellung informieren. Sie ist noch bis Ende Mai im Landratsamt Regen zu sehen.

Meldung vom 17.03.2017