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Foto:vhs Regen / Daniela Blöchinger

Fachberatung und Koordination von JaS im Landkreis Regen durch die Kommunale Jugendarbeit Regen

 

"Bildungsgerechtigkeit bedeutet, dass soziale Herkunft junger Menschen nicht über deren Zukunft entscheiden darf. Deshalb ist von größter Bedeutung, dass sozial benachteiligte junge Menschen frühzeitig unterstützt werden.
Gemäß § 13 SGB VIII sollen jungen Menschen, die zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind, im Rahmen der Jugendhilfe sozialpädagogische Hilfen angeboten werden, die ihre schulische und berufliche Ausbildung, Eingliederung in die Arbeitswelt und ihre soziale Integration fördern."
(Quelle: Menüpunkt "Jugendhilfepolitik/Jugendsozialarbeit" auf den Internetseiten des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen; http://www.stmas.bayern.de/jugend/sozialarbeit/index.php)

Zielsetzung der Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS):

JaS - Jugendsozialarbeit an Schulen ist eine besonders intensive Form der Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule. Sie soll sozial benachteiligte junge Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützen und fördern. Auch bei schwierigen sozialen und familiären Verhältnissen sollen dadurch die Chancen junger Menschen auf eine eigenverantwortliche und gemeinschaftsfähige Lebensgestaltung verbessert werden.

Wer ist die Zielgruppe der JaS?

JaS wendet sich an junge Menschen
  • die Verhaltensauffälligkeiten zeigen (z. B. gehäuftes Schule schwänzen)
  • die wegen ihrer individuellen oder sozialen Schwierigkeiten voraussichtlich keine Ausbildungs- oder Arbeitsstelle finden
  • aus Zuwandererfamilien, deren Integration erschwert ist
  • mit Drogenproblemen
  • mit Versagens- oder Schulängsten
  • mit mangelndem Selbstwertgefühl
Wie arbeitet JaS?

JaS bringt nicht nur sozialpädagogische Kompetenz ein, sondern agiert mit dem gesamten System der Jugendhilfe. Dies geschieht durch:
  • Beratung und sozialpädagogische Hilfen: In Einzel- oder auch Gruppengesprächen mit den jungen Menschen werden deren Probleme im Alltag, in der Familie, in der Schule oder auch im Übergang in die Ausbildung und in den Beruf besprochen und gemeinsam Lösungswege entwickelt.
  • Soziale Gruppenarbeit und Trainingskurse zur Stärkung sozialer Kompetenzen, insbesondere der Kommunikations- und Konfliktfähigkeit (Streitschlichterprogramme, Anti-Aggressions-Trainings, soziale Trainingskurse)
  • Elternarbeit: Innerfamiliäre oder erzieherische Probleme erfordern eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern und deren Beratung, um gemeinsam Wege, z. B. im Umgang mit Erziehungsschwierigkeiten zu finden. Hierbei können auch weitere Leistungen der Jugendhilfe einbezogen oder angeregt werden.
  • Vernetzung und Koordinierung mit dem Jugendamt (Allgemeiner Sozialdienst, Jugendgerichtshilfe etc.) und Zusammenarbeit mit den Einrichtungen und Diensten der Jugendhilfe (z.B. Erziehungsberatungsstellen, Horten, Jugendzentren) und anderen sozialen Einrichtungen insbesondere mit Angeboten der schulischen Ganztagsbetreuung (offene und gebundene Ganztagsschule), dem Gesundheitswesen (z.B. Drogenberatungsstellen), sowie mit Polizei und Justiz.
    Im Zusammenhang mit dem Übergang von der Schule in den Beruf ist die Kooperation mit der Agentur für Arbeit unverzichtbar.
An welchen Schulen kommt JaS zum Einsatz?
Die Jugendsozialarbeit an Schulen ist eine Leistung der Jugendhilfe, die an Schulen mit gravierenden sozialen und erzieherischen Problemen zum Einsatz kommt. Die Jugendämter vor Ort stellen im Rahmen der Jugendhilfeplanung fest, an welchen Grundschulen, Haupt- und Mittelschulen, Förderschulen, Berufsschulen und Realschulen verstärkt Handlungsbedarf besteht.

(Quelle: Menüpunkt "Jugendhilfepolitik/Jugendsozialarbeit" auf den Internetseiten des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen; http://www.stmas.bayern.de/jugend/sozialarbeit/jas.php)


Situation im Landkreis Regen:

Im Landkreis Regen gibt es ab dem Schuljahr 2013/2014 vier Schulen (Mittelschule Regen, Mittelschule Viechtach und die beiden Sonderpädagogischen Förderzentren Regen und Viechtach), die über Jugendsozialarbeiter/innen verfügen. Die beiden Projekte an den Mittelschulen sind in Trägerschaft des Kreis-Caritasverbandes Regen e.V. Träger der JaS an den Sonderpädagogischen Förderzentren Regen und Viechtach ist der Landkreis Regen.

Die Kommunale Jugendarbeit im Landkreis leistet für dieses Arbeitsfeld die Fachberatung und Koordination auf Grundlage des § 13 SGB VIII.

JaS an der Mittelschule Regen

Seit Beginn des Schuljahres 2009/2010 gibt es an der Mittelschule Regen das Angebot der Jugendsozialarbeit an Schulen. In Trägerschaft des Kreis-Caritasverbandes Regen e.V. wird Jugendhilfe an der Schule angeboten. Suchbegriff eingeben »

Schule am Weinberg in Regen

JaS am Sonderpädagogischen Förderzentrum Regen

Mit Beginn des Schuljahres 2013/2014 startet das Angebot der Jugendsozialarbeit an Schulen auch am Sonderpädagogischen Förderzentrum in Regen (Schule am Weinberg). Die Trägerschaft dieses JaS-Projektes hat der Landkreis Regen übernommen. Damit wird an einer weiteren Schule im Landkreis Jugendhilfe an der Schule angeboten. Suchbegriff eingeben »

JaS an der Mittelschule Viechtach

Seit Beginn des Schuljahres 2009/2010 gibt es an der Mittelschule Viechtach das Angebot der Jugendsozialarbeit an Schulen. In Trägerschaft des Kreis-Caritasverbandes Regen e.V. wird Jugendhilfe an der Schule angeboten. Suchbegriff eingeben »

Sonderpädagogisches Förderzentrum Viechtach

JaS am Sonderpädagogischen Förderzentrum Viechtach

Das Angebot der Jugendsozialarbeit an Schulen gibt es seit März 2013 auch am Sonderpädagogischen Förderzentrum in Viechtach. In Trägerschaft des Landkreises Regen wird Jugendhilfe an der Schule angeboten. Suchbegriff eingeben »