Landkreis Regen

Mitarbeiter des Landratamtes Regen mit Landrat Michael Adam, Foto: Landratsamt Regen/Langer

Rotarier haben die Wort-Bildmarke gesichert

 

„Eine   Marke erzeugt ein einheitliches Erscheinungsbild, wirkt für Gleichgesinnte integrierend und erzeugt einen übergreifenden Vermarktungseffekt."

Landkreis darf die Marke „TechnologieRegion Bayerischer Wald“ nutzen

Das Rotary Hilfswerk Zwiesel hat sich im April 2011 die Wort-Bildmarke „TechnologieRegion Bayerischer Wald“ beim Deutschen Patent- und Markenamt schützen lassen (Registernummer: 302010040439 - http://register.dpma.de/DPMAregister/marke/register/3020100404396/DE). Die Wort-Bildmarke wurde in der Schweiz designt und von den Rotariern zur Anmeldung gebracht. Nach der erfolgreichen Registrierung wurde sie am 15. Juni 2011 auf das Rotary Hilfswerk Zwiesel umgeschrieben. Der Landkreis Regen darf die Marke vertraglich zugesichert unentgeltlich verwenden.

Die Rotarier wollen mit Hilfe der Marke die positive Perspektive zum Nutzen der Region zu verstärken. Die Marke soll eine Einrichtung des Rotary Clubs Bayerwald-Zwiesel sein und sich auf die Technologie-Transferzentren der Fachhochschule (FH) Deggendorf und weiter auf die ganze Technologierregion Bayerischer Wald beziehen. Mit ihr soll eine Breitenwirkung in der Bewusstseinsbildung der Bevölkerung zu Gunsten der Region erreicht, und nachteilige Entwicklungen in der Region nach Möglichkeit vermieden oder abgemildert werden. Der Club will mit dazu beitragen, den Bayerischen Wald als Technologieregion zu verwirklichen und als solche bekannt zu machen.

Zielsetzung
Diese Zielsetzung setzt insbesondere bei öffentlichen Einrichtungen und den Technologieunternehmen an. Man will eine Breitenwirkung im Bewusstsein der Bevölkerung schaffen. Arbeitnehmern, Auszubildenden und Schülern soll gezeigt werden, dass es in unserer Region etwa 200 teils hochkarätige Technologieunternehmen gibt, er somit auf diesem Gebiet seinen Arbeitsplatz nicht auswärts suchen muss, und Studierende nach Abschluss des Studiums in ihre schöne, naturbelassene Heimat zurückkehren können. Damit soll gleichzeitig der negativen Entwicklung durch den demographischen Faktor entgegen gewirkt werden.

Außerdem wollen die Rotarier mit der Marke den Technologieunternehmen der Region eine einheitliche Plattform bieten und mit ihnen ein „Wir-Gefühl“ erzeugen. Der Bayerische Wald soll als Technologieregion verwirklicht und als solche bekannt werden. Dabei soll auch die Initiative der FH Deggendorf unterstützt und gefördert werden.

Weg vom Unterdurchschnitt
Studien belegen demnach eine unterdurchschnittliche Situation unserer Region. Die Region hat eine unterdurchschnittliche Arbeitsplatzversorgung, die Arbeitsplatzdynamik zeige „ein Wachstum unterhalb des bayerischen Trends.“

Die Bevölkerung schrumpfe und altere, die Dynamik ist eine der schlechtesten in Bayern, der Altersquotient verschlechtert sich sogar stärker als im übrigen Freistaat.

Die Region weist die geringste Einwohner-Arbeitsplatz-Dichte in ganz Bayern auf. Kaum irgendwo gibt es so wenige Konzernzentralen je Einwohner. Zudem verfügt der Wirtschaftsraum „nicht nur über unterdurchschnittlich viele Großunternehmen, er belegt in dieser Kategorie sogar den vorletzten Platz in Bayern.“ Auch der Erfolgsfaktor Internationalisierung ist „gering ausgeprägt“. Die Exportquote liege auf dem drittletzten Platz.

Die Region hat die meisten ungenutzten Potenziale in Bayern. Frauen nehmen nur zu 43,7 Prozent am Arbeitsmarkt teil − 5,3 Prozentpunkte unter dem bayerischen Durchschnitt. Lediglich im Bereich der Einfachjobs werde das Potenzial „überdurchschnittlich ausgenutzt“.

Bei der Humankapitalausstattung liegt die Region „auf den hinteren Plätzen“, mit einem Anteil der Ingenieure von 1,3 Prozent sogar auf dem letzten Platz, bei den Hochqualifizierten mit 5,3 Prozent auf dem vorletzten Platz. Nur 21 Prozent der Beschäftigten arbeiteten in Zukunftsbranchen (Durchschnitt in Bayern: 29 Prozent). Heftig: „Die Region hat unterdurchschnittlich wenige Abiturienten und auch der Prozentsatz der Schulabgänger ohne Abschluss ist überdurchschnittlich hoch.“

All dem soll künftig verstärkt entgegengewirkt werden, die Marke soll dabei Aktionen unterstützen.

Positive Aspekte
Andererseits hat die FH Deggendorf unter anderem in Teisnach, Cham, Freyung und jetzt Spiegelau aus zur Verfügung gestellten öffentlichen Mitteln Technologiezentren errichtet. Weitere sollen an anderen Orten noch folgen. Diese Regionalisierung der Fachhochschule ist sehr erfolgreich und zeigt positive Auswirkungen auf die technologische Entwicklung der Region. Immerhin verfügt die Region nach Ermittlungen des Rotary Clubs Bayerwald-Zwiesel über etwa 200 teilweise technologisch hochwertige Unternehmen.