Landkreis Regen

Mitarbeiter des Landratamtes Regen mit Landrat Michael Adam, Foto: Landratsamt Regen/Langer

Zahl der Rufbusfahrten steigt weiter

 

Energiesparmaßnahmen im Landratsamt und den Landkreisliegenschaften laufen weiter

Regen. „Wir haben heute ein breites Potpourri von Themen auf der Tagesordnung stehen“, sagte Landrat Michael Adam eingangs der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschafts-, Umwelt- und Tourismusfragen. Zehn öffentliche Tagesordnungspunkte hatten die Räte abzuarbeiten.

Los ging es mit dem Klimaschutzbericht des Landkreises, den der Klimaschutzmanager Andreas Ritzinger abgegeben hat. Dabei blickte Ritzinger auf die vergangenen drei Jahre zurück. Dabei habe der Landkreis rund 143000 Euro in die Stelle und die Aufgaben des Klimaschutzmanagers investiert, doch das Geld war nicht verloren. Allein durch die Schaffung der Stelle habe man für die Biomasseheizung am Landratsamt Regen einen Zuschuss von 200000 Euro bekommen, so dass der Kreis am Ende ein Plus von rund 60000 Euro gemacht hat. Überhaupt würde der Landkreis langfristig durch Klimaschutzmaßnahmen sparen. Allein durch die Dach- und Heizungssanierung im Landratsamt habe man Einsparungen von rund 14000 Euro, „pro Jahr“, betont Ritzinger. „Es war eine gute Entscheidung es zu machen und diese Stelle dauerhaft im Hochbau zu etablieren“, sagte Landrat Adam. Der Verbesserungsbedarf höre nicht auf, viele Aufgaben stehen noch an, so Adam weiter und mit Ritzinger habe man jemanden, der die Aufgaben anpackt und am Ende dem Landkreis Geld sparen hilft.

Über eine geplante Schutzgebietsverordnungsänderung im Gebiet der Gemeinde Rinchnach informierte Elisabeth Schröder vom Umweltamt. Ein Holzbauunternehmen wurde in den letzten Jahren immer wieder mit Einzelbaumaßnahmen erweitert, die Kommune möchte nun das Gebiet entsprechend ausweisen. „Damit das Bauverfahren abgeschlossen werden kann fehlt noch die Herausnahme des Gebiets aus dem Landschaftsschutzgebiet“, sagte Schröder. Es habe zwei Einwände gegeben, die beide berücksichtigt werden können, „ohne dass das Baugebiet gefährdet ist.“ Nachdem es keine Verschlechterung für die Natur gibt, beschloss das Gremium einstimmig dem Kreistag diese Änderung vorzuschlagen.

Landrat Michael Adam und Bastian Wufka informierten über den Beginn der weiteren Planungen zur REG 12. Zum einen will man den Bereich in Richtung Bundesstraße 85 betrachten. Zum anderen will man die bestehenden Straßen verbessern.

Kämmerer Franz Baierl berichtete danach, dass ein Stramotfahrzeug der Straßenmeisterei verunfallt ist. Man habe hier Ersatz beschaffen müssen, da das Fahrzeug für die Arbeiten der Straßenmeisterei notwendig ist. In einer Eilhandlung habe der stellvertretende Landrat Willi Killinger den Kauf genehmigt, die entsprechenden Mittel werden in den Haushalt 2017 eingeplant.

Die Anbindung der Kreisstraßen REG 13 und REG 16 an die geplante Ortsumfahrung Ruhmannsfelden der Bundesstraße 11 war ein weiteres Thema in der Sitzung. Wufka stellte die Pläne zur Anbindung vor. Dabei mussten die Räte über die Widmung entscheiden. Demnach übernehme der Landkreis Teile der alten Bundesstraße als Kreisstraße zur Anbindung an die neue Bundesstraße 11.

Fred Huy von der Verkehrsbehörde des Landkreises informierte über die Ausschreibung zum Stadtbus Zwiesel. Der Landkreis habe aus fördertechnischen Gründen die Ausschreibung und die Auftragsvergabe übernehmen müssen, die Stadt Viechtach trägt aber die Hauptkosten. Landrat Michael Adam hatte im Rahmen einer Eilhandlung die Vergabe für rund 128000 Euro brutto vorgenommen. Die Ausschussmitglieder nahmen dies zur Kenntnis.

Die Ausschussmitglieder beauftragten im Anschluss daran die Verwaltung, die Linie 6081 Arber-Bayerisch Eisenstein-Zelesna Ruda an den wirtschaftlichsten Anbieter zu vergeben. Dies werde dem Landkreis rund 101000 Euro kosten. Ferner wurde die Verwaltung beauftragt, in diese Linie den Skibus der Gemeinde Bayerisch Eisenstein einzubringen. Die Kommune werde sich, im vergleichbaren Rahmen wie andere Gemeinden, an den Kosten beteiligen.

Fred Huy informierte danach über die Rufbusse im Landkreis Regen. Man bewerbe das Angebot sehr aktiv. So gibt es Werbeangebote in den Zeitungen, im Internet und selbst auf Einkaufswägen wirbt der Landkreis für das Bussystem. Seit November wurden die Bürger in 15 Veranstaltungen informiert. Kräftig unterstützt werde der Landkreis durch Dr. Wolfgang Schlüter, dem Vorsitzenden des Agendaarbeitskreises Energie und Verkehr. Die Fahrgastzahlen seien zudem steigend, so habe es im Januar 337 Fahrgäste gegeben, im Februar waren es schon 390. Dies mache Mut, da die Urlaubszeit noch komme, was einen weiteren Anstieg durch Touristen erwarten lässt. Zudem wies Huy auf die neue „Wohin Du willst“-App hin, auf der der ÖPNV, inklusive Rufbusse, im Landkreis Regen auch zu finden ist.

„Mir obliegt es jetzt den unerfreulichen Teil einzuleiten“, sagte Herbert Unnasch zu Beginn des letzten Tagesordnungspunktes. Unnasch informierte über den Ausbau des Landesleistungszentrums Hohenzollern-Skistadion Arbersee. 2016 habe man erstmals ein volles Betriebsjahr gehabt. Hier habe sich ein Fehlbetrag von rund 211000 Euro ergeben, „die derzeit noch ungedeckt sind.“ Damit der Betrieb auch künftig läuft, müsste der Landkreis seine Eigenmittel von 30000 Euro auf 84000 Euro pro Jahr erhöhen. Dem stimmten die Räte zu. Zudem beschlossen die Ausschussmitglieder den Kauf eines Spurgerätes und die Optimierung der Beschneiung finanziell zu übernehmen. Hierfür bringt der Landkreis zusätzlich 175000 Euro auf. „Mir ist wichtig, dass das ein Ende findet“, sagte Adam mit Blick auf die Bauten und die Kosten. „Man muss das fertig machen“, meinte Adam und dies trugen die Ausschussmitglieder mit. Bisher habe der Landkreis bei Gesamtkosten von fast sechs Millionen Euro rund 1,1 Millionen Euro investiert, erklärte Kämmerer Franz Baierl. Er blickte auf die vergangenen 20 Jahre zurück, somit sei dies ein „hochgefördertes Projekt“. Im Übrigen werden weitere sinnvolle Investitionen zurückgestellt. Für das laufende Jahr rechnet Unnasch mit Betriebskosten von rund 130000 Euro. Hier wünschte sich Unnasch künftig 83300 Euro pro Jahr um den Betrieb weiter zu gewährleisten. Die Kreisräte und insbesondere Landrat Adam wünschten sich, dass „dies die letzten Investitionen für eine längere Zeit sind, mit Ausnahme der Betriebskosten.“