Hildesheimer Landrat Bernd Lynack und Regens Landrat Dr. Ronny Raith informierten sich

Der Hildesheimer Landrat Bernd Lynack überreichte eine Hildesheimer Flagge ans Camp, im Bild, v.li.: Bernd Lynack, MdL Niedersachsen Wiebke Osigus, BLSV-Vizepräsident Peter Rzytki, Marianne Rytzki, BLSV-Kreisvorsitzender Wolfgang Kammerl, Regens Landrat Dr. Ronny Raith, Camp-Leiter Andreas Parl, BLSV-Bezirksvorsitzender (Niederbayern) Otto Baumann und der stellvertretende BLSV-Bezirksvorsitzende Walter Knoller. Foto: Heiko Langer / Landratsamt Regen
Regen/Hildesheim. Seit den 60er Jahren verbindet die Landkreise Hildesheim und Regen eine Freundschaft, die zur Landkreispartnerschaft gewachsen ist. Ebenso alt ist die Tradition, dass Jugendgruppen aus Hildesheim das BLSV Sportcamp besuchen. „Die erste Gruppe kam 1961“, erinnert sich Sportcamp-Leiter Andreas Parl. Gemeinsam mit Vertretern der BLSV-Landes- und Bezirksführung begrüßte er die Landräte Bernd Lynack (Hildesheim) und Dr. Ronny Raith (Regen) im Camp.
Die Politiker besichtigten das Camp und trafen eine Gastgruppe aus Hildesheim. Parl führte sie durch das Gelände, erzählte von der bewegten Geschichte des Camps und erinnerte an die regelmäßigen Besuche aus Hildesheim. Bis 1980 kamen jährlich bis zu 145 Hildesheimer im Sommer. Gottfried Sander gründete das heutige Sportcamp 1956 als Zeltlager, das sich später zum Jugenddorf Raithmühle mit markanten Holzhäuschen entwickelte. „Drei der 14 Holzbungalows finanzierte der Landkreis Hildesheim-Marienburg“, berichtet Parl. 1969 entstand das Jugendhaus mit 30 Betten. Nach Sander leiteten die Familien Hof (ab 1974) und Keese (ab 1998) das Camp. Seit 2006 führt Parl das 1998 sanierte Camp. Unter seiner Leitung stieg die Kapazität von 138 auf 200 Betten. Seit 2007 dient der Brückenbogen als Kletterwand. „Dank einer Sondergenehmigung des Staatlichen Bauamts wurde der Bogen zum Wahrzeichen des Camps“, erklärt Parl. Zudem sanierte man die Sportplätze und erweiterte das Dienstleistungsangebot. „Heute besuchen etwa 8000 Jugendliche jährlich das Camp“, fügt Parl hinzu.
„Unsere Hauptzielgruppen sind Vereine und Schulklassen aus Bayern, die das Camp ganzjährig nutzen“, erläutert Parl den Gästen. Die Jugendlichen erleben ein breites Sportangebot, das von Mountainbiketouren über Floßbauprojekte, Bogenschießen, Klettern bis zu Biathlon und Turnhallenaktivitäten reicht. „Kooperationen mit Schulen und Vereinen aus Regen prägen den Erfolg und das umfangreiche Angebot“, betont der Leiter.
Die Landräte Lynack und Raith besichtigten nicht nur das Camp, sondern blätterten auch in einem besonderen Fotoalbum. „Es enthält Artikel und Fotos unserer Gäste aus Hildesheim“, erklärt der Campleiter. Da die Besuche in den letzten Jahren seltener wurden, brachte Lynack gute Nachrichten: Der Landkreis wird das Camp wieder regelmäßig nutzen. „Wir planen, unsere Freizeiten abwechselnd auf Sylt, in Österreich und im Sportcamp Regen abzuhalten“, verkündete der Hildesheimer Landrat. Im Gespräch mit Hildesheimer Betreuern und Jugendlichen hörte er nur Positives über das Camp. „Es ist schön, wenn die Jugend aus Hildesheim zu uns kommt und die Partnerschaft lebendig hält“, freute sich auch Regens Landrat Raith. Er unterstützt gerne Initiativen, die Kinder und Jugendliche nach Hildesheim bringen.
„Eine Partnerschaft lebt nur, wenn sie aktiv gestaltet wird“, waren sich Raith und Lynack abschließend einig.