Kommunales/Wahlen

Der neue Klimaschutzmanager stellte sich den Räten vor

Flächen werden aus Landschaftsschutzgebiet genommen damit PV-Anlagen gebaut werden können

Der neue Klimaschutzmanager Patrick Greil. Foto: Langer

Der neue Klimaschutzmanager Patrick Greil. Foto: Langer

Regen. Der Klimaschutz wird im Landkreis Regen zukünftig ein wichtiges Thema sein. So stellte sich in der jüngsten Sitzung des Kreistagsausschusses für Wirtschaft-, Umwelt- und Tourismusfragen, kurz WUT-Ausschuss, nicht nur der neue Klimaschutzmanager Patrick Greil vor. Die Ausschussmitglieder votierten auch einstimmig einen Förderantrag zur Beschäftigung eins Klimaschutzkoordinators zu stellen.

Mit dem Klimaschutzkoordinator werde es im Landkreis eine Person geben, die auch die Anliegen und Kooperationsmöglichkeiten der Kommunen im Blick hat, erklärte Landrätin Rita Röhrl. Zudem sei dies eine Stelle, die sich auch die Mehrheit der Bürgermeister wünschten. Man könne hier auf Zuschüsse von bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten hoffen.

Zuvor hatten die Räte bereits die Gelegenheit den neuen Klimaschutzmanager kennenzulernen. Greil stellte sich den Anwesenden vor und gab dabei auch einen Einblick in seinen Werdegang. Der 28-jährige Kötztinger hat Management erneuerbarer Energien an der Hochschule Weihenstephan und Sustainability Management an der Bergischen Universität Wuppertal studiert.

Des Weiteren stimmten die Räte einstimmig für die Herausnahme von drei Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet „Bayerischer Wald“. Auf den Wiesen in Rinchnach, Regen und Kirchberg sollen Photovoltaik-Freiflächenanlagen gebaut werden.

Ohne Gegenstimme wurde auch eine Entwässerungsvereinbarung mit der Gemeinde Lindberg zugestimmt. Im Zuge von Kanalbauten wurden neue Einlaufschächte für die Straßenentwässerung der Kreisstraße REG 10 errichtet, was nun auch zur neuen Vereinbarung führte.

Abgelehnt wurde ein Antrag der Gemeinde Rinchnach, auf Übernahme von Baukosten für einen Radweg an der Kreisstraße REG im Bereich des Ortsteils Kasberg. Damit folgten die Ausschussmitgliedern dem Gleichheitsprinzip. Bisher war es üblich, dass der Landkreis allenfalls bei Neubauten die Kosten für Radwege übernimmt. Ansonsten hätten bisher immer die Kommunen die Kosten getragen und so solle es auch weiterhin sein.

Damit der Busverkehr zwischen Viechtach und Bogen über Sankt Englmar dauerhaft verbessert wird, stimmten die Räte einer Kooperationsvereinbarung mit dem Landkreis Straubing-Bogen zu. Demnach wird der Nachbarlandkreis rund 70 Prozent der Kosten tragen, was seinem Anteil an den Streckenkilometern entspricht.

Einstimmig votierten die Ausschussmitglieder auch der Optimierung des Linienbündels  5 (Touristischer Freizeitverkehr) mit der Neustrukturierung des Zellertalskibusses und des Ski- und Wanderbusses Bodenmais zu. Ein entsprechender Ausschreibungs- und Vergabeprozess soll demnach eingeleitet werden.