Eichenprozessionsspinner

Prozessionsspinner sind Raupen von Schmetterlingen, die sich an unterschiedlichen Baumarten wie z.B. der Eiche, Kiefer oder Pinie oft in Kolonnen – „Prozessionen“ – fortbewegen.
Zu diesen gehört auch der Eichenprozessionsspinner (lat.: Thaumetopoea processionea), der sich zunehmend in Deutschland ausbreitet. Grundsätzlich ist laut Bayerischer Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) nahezu ganz Bayern als Gefährdungsgebiet einzustufen.

Eine Gesundheitsgefahr für den Menschen kann von den Brennhaaren der Raupen, den Häutungsresten, den Gespinnst-Nestern oder Brennhaar-kontaminierten Faltern ausgehen.

Häufig sind folgende Krankheitszeichen nach Kontakt mit Prozessionsspinnern, vor allem an der Haut und am Auge, beschrieben:

  • Allergische Reaktionen der Haut
  • Augenbindehautentzündung/Hornhautentzündung
  • Entzündungen im Rachenbereich und in den oberen Luftwegen

Grundsätzlich gilt, dass bei Auftreten von gesundheitlichen Problemen nach dem Kontakt mit Prozessionsspinnern eine ärztliche Abklärung/Behandlung angezeigt ist. Sollte es zu Atemnot oder anderen schwerwiegenden Reaktionen kommen, sollte umgehend der Notruf (112) gewählt werden.

Um sich vor dem Eichenprozessionsspinner zu schützen, sind insbesondere folgende Verhaltensweisen sind ratsam:

  • Ausschilderungen und Gefahrhinweise sind zu beachten
  • Der Aufenthalt in befallenen Bereichen ist zu vermeiden
  • Sämtlicher Hautkontakt mit Raupen und Nestern ist zu vermeiden

Wichtiger Hinweis:

Bei Sichtung von Larven oder Nestern des Eichenprozessionsspinners kontaktieren Sie bitte umgehend die zuständige Gemeinde.

Weitere Informationen