Größtes Hochbauprojekt des Landkreises auf Kurs

Die Kreisräte bei der Besichtigung des Gebäudekomplexes. Foto: Heiko Langer / Landratsamt Regen

Kreisräte machen sich ein Bild vom Neubau der Berufsschule in der Kreisstadt Regen 

Architekt Robert Brunner informiert die Kreisräte in der Aula über den Bau. Foto: Heiko Langer / Landratsamt Regen

Architekt Robert Brunner informiert die Kreisräte in der Aula über den Bau. Foto: Heiko Langer / Landratsamt Regen

Regen. In der Kreisstadt Regen entsteht derzeit die neue Berufsschule. Nachdem die alte Schule in die Jahre gekommen war und eine Sanierung allein schon aus Kostengründen abgelehnt wurde, stimmte der Kreistag einem Neubau auf dem ehemaligen Rodenstockgelände zu. Rund 62 Millionen Euro investieren hier Freistaat und Landkreis. Nun machten sich Landrat Dr. Ronny Raith und die Kreisräte ein Bild von der derzeit größten Hochbaumaßnahme des Landkreises Regen.

„Wir kommen gut voran“, freute sich Raith und lobte den Planer Robert Brunner und Thomas Frisch vom Gebäudemanagement des Landkreises. Zwar habe es einige kleinere Verzögerungen beim Bau gegeben, grundsätzlich könne man sich aber über das Voranschreiten freuen. Ein Einzugstermin nach Pfingsten 2027 sei realistisch. „Innen sind wir da auf alle Fälle soweit“, betont Frisch weist aber darauf hin, dass ein Einzug nur sinnvoll ist, wenn auch alle Außenbaumaßnahmen fertiggestellt sind und da sei man beim Baufortschritt vom Wetter abhängig.

Die Kreisräte bei der Besichtigung des Gebäudekomplexes. Foto: Heiko Langer / Landratsamt Regen

Die Kreisräte bei der Besichtigung des Gebäudekomplexes. Foto: Heiko Langer / Landratsamt Regen

Architekt Brunner führte die Gruppe durch den Gebäudekomplex. „Wir haben eine Bruttogrundfläche von fast 12000 Quadratmetern“, erklärte er. Die Nutzungsflächen liegen dabei bei rund 9935 Quadratmetern. Nutzungsflächen wie Unterrichtsräume, Büros, Werkstätten schlagen sich hier mit 7112 Quadratmetern zu Buche, Sanitärräume, Lager, Spindräume und Archiv bekommen rund 337 Quadratmeter Platz. Die Verkehrsfläche liegt bei 2015 Quadratmetern und die Technik bekommt 473 Quadratmeter.

Brunner wies bei seinem Rundgang noch einmal auf die gesetzten Ziele und Voraussetzungen hin. So habe sich der Kreistag dafür ausgesprochen möglichst auf den Baustoff Holz zu setzen. Ein reiner Holzbau sei aber aus Kosten- und Brandschutzgründen nicht umgesetzt worden, so kam neben Holz auch Stahlbeton zum Einsatz. „Wir haben Holz eingesetzt, wo es vertretbar ist“, betont Brunner. So seien beispielsweise aus Brandschutzgründen die Treppen in Beton gegossen worden.

Ein wichtiges Thema sei Qualität. „Wir bauen so, dass Gebäude möglichst lange halten“, erklärte Brunner und wies darauf hin, dass dies auch ein Beitrag zur Nachhaltigkeit sei. Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sei überhaupt ein wichtiges Thema. So werde das Gebäude mit einer Wärmepumpe geheizt, wobei in Spitzenzeiten eine Hackschnitzelheizung unterstützt. Im Sommer könnten die Räume dank der Fußbodenheizung auch gekühlt werden. Kaltes Wasser fließt dann durch den Heizkreislauf. „Dies ist aber keine Klimaanlage“, betont Brunner. Verbaut wurden ein dezentrales Lüftungssystem, dies ist günstiger und zuverlässiger als ein zentrales System.

Auch die Kosten habe Brunner im Blick. Nach derzeitigem Stand werde man die genehmigten rund 62 Millionen Euro nicht brauchen. Die Verantwortlichen hoffen auf Kosten unter 60 Millionen Euro. Derzeit besuchen die Berufsschule Regen mit FOS und BOS rund 900 Schüler, die neue Schule ist auf die Zahl ausgerichtet. Wie viele letztlich einziehen werden, ist noch unklar. Auch der Umzugstermin steht noch nicht fest. „Den werden wir in Absprache mit der Schule festlegen“, betont Landrat Raith.

Nun hoffen alle Verantwortlichen, dass es weiter gut vorangeht und der Umzug im kommenden Jahr reibungslos stattfinden kann.

Meldung vom: 03.11.2026