Im Einsatz für sauberes Wasser

Ölhaltige Flüssigkeiten und Bohrschlamm werden in Geiersthal aufbereitet und entsorgt

Die Gruppe konnte einen wertvollen Einblick in die Technik der Firma Restoil gewinnen, im Bild, v.li. Bürgermeister Richard Gruber, Rudolf Kuchler, Regierungspräsident Rainer Haselbeck, Landrat Dr. Ronny Raith, Michael Prietsch, Manuela Königbauer (beide Regierung von Niederbayern), Eduard Leichtling, Tobias Wittenzellner und Teresa Sitzberger (beide Landratsamt Regen). Foto: Heiko Langer / Landratsamt Regen

Geiersthal. Regierungspräsident Rainer Haselbeck besuchte kürzlich den Landkreis Regen und die Firma Restoil in Geiersthal. Begleitet wurde er von Landrat Dr. Ronny Raith, Ortsbürgermeister Richard Gruber sowie Vertretern von Regierung und Landratsamt. Eigentümer Rudolf Kuchler und Eduard Leichtling, Geschäftsführer der Kuchler GmbH, empfingen die Delegation.

Kuchler stellte den Betrieb vor und äußerte konkrete Wünsche an die Politik. Er wies auf Standortnachteile hin und forderte eine bessere Förderung, um hohe Transportkosten und Facharbeitermangel auszugleichen. Regierungspräsident Haselbeck, Landrat Raith und Bürgermeister Gruber sicherten zu, dieses Anliegen weiterzutragen, betonten jedoch, dass Änderungen auf Bundesebene notwendig seien. Haselbeck hob die Bedeutung der Ausschöpfung bestehender Fördermöglichkeiten hervor. Raith ergänzte, dass die Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung und des Regionalmanagements dem Unternehmen unterstützend zur Seite stehen.

Die politischen Vertreter wurden von Manuela Königbauer, Leiterin des Bereichs Wirtschaft, Landesentwicklung, Heimat und Verkehr an der Regierung von Niederbayern, Michael Prietsch, Sachgebietsleiter Wirtschaftsförderung, Tobias Wittenzellner, Leiter Kreisentwicklung des Landkreises Regen, und Teresa Sitzberger, Wirtschaftsförderin des Landratsamts Regen, begleitet. Sie boten sich für weitere Gespräche an.

Die Gäste erhielten zunächst einen Einblick in den Betrieb, der seit 2012 in Geiersthal ansässig ist. „Restoil ist Teil der Kuchler Unternehmensgruppe und kümmert sich um die vollständige Umwandlung und Zerstörung von Schadstoffen“, erklärte Kuchler. Die Anlage ist nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz zertifiziert und behandelt Flüssigkeiten wie Bohrschlämme und Kühlschmierstoffe. Das Auftragsgebiet erstreckt sich bis nach Augsburg und Nürnberg. „Wir sind aktuell die einzige Anlage in Niederbayern“, berichtete Kuchler. Eine weitere Anlage betreibt das Unternehmen in Montabaur (Rheinland-Pfalz), wodurch viele Transportkilometer eingespart werden.

In Geiersthal wurden bereits über 200000 Tonnen gefährliche Abfälle verwertet. Das Unternehmen legt großen Wert auf Nachhaltigkeit: Eine eigene PV-Anlage deckt den Großteil des Strombedarfs, die Heizung wird mit Holzpellets betrieben und die Fahrzeugflotte besteht aus modernen Fahrzeugen. Lastkraftwagen nutzen Dieselmotoren der Schadstoffklasse VI, während die Pkw-Flotte überwiegend elektrisch betrieben wird. „Das ist Teil unserer Firmenphilosophie und spart neben Ressourcen auch Geld“, betonte Kuchler.

Abschließend bedankte sich Regierungspräsident Haselbeck im Namen der Teilnehmer für den Einblick in das Unternehmen. Die Teilnehmer konnten sich davon überzeugen, dass Förderungen und Zuschüsse sinnvoll investiert werden. Bürgermeister Gruber betonte, dass die Gemeinde glücklich sei, einen Arbeitgeber wie Restoil zu haben. Landrat Raith ergänzte, dass die Unternehmensgruppe Kuchler nicht nur ein wertvoller Arbeitgeber, sondern auch ein wichtiger Partner für die Kommunen ist.

Meldung vom: 12.08.2026