„Ohne Dampf aber echt Pfeffer“: Die erste alkoholfreie Weisse von der 1. Dampfbierbrauerei Zwiesel

Probiert wurde „das Bier ohne Dampf, aber echt Pfeffer“, das erste alkoholfreie Weißbier aus Zwiesel. Im Bild, v.li. Braumeister Andreas Keller, Landrat Dr. Ronny Raith, Elisabeth Pfeffer, Wirtschaftsförderin Teresa Sitzberger, Bürgermeister Karl-Heinz Eppinger und Mark Pfeffer. Foto: Heiko Langer / Landratsamt Regen
Zwiesel. Mark Pfeffer führt zusammen mit seiner Frau Elisabeth in fünfter Generation die Brauerei Pfeffer in Zwiesel. Die Brauerei ist bekannt für ihr Dampfbier und ihr großes Sortiment. „Über das Jahr hinweg brauen wir, Stand heute, 19 verschiedene Biere“, sagt Braumeister Andreas Keller. Nun konnten die Pfeffers eine Delegation, bestehend aus Landrat Dr. Ronny Raith, Bürgermeister Karl-Heinz Eppinger und Wirtschaftsförderin Teresa Sitzberger begrüßen. Die Gäste besichtigten die Brauerei und lernten das neueste Produkt kennen: die alkoholfreie Weisse „Ohne Dampf aber echt Pfeffer“. „Es geht ab heute in den Verkauf“, berichtet Elisabeth Pfeffer. Mark Pfeffer ergänzt: „Wir haben über ein Jahr an der Entwicklung gearbeitet, nun hat unser Braumeister ein Weisses gebraut, mit dem er zufrieden ist.“
Landrat Raith lobte das Getränk als „sehr süffig“. Bürgermeister Eppinger meinte, es sei der ideale Durstlöscher für Gartenarbeiten. Mark Pfeffer erklärte, dass die Nachfrage nach alkoholfreien Alternativen steigt und die Brauerei daher eine solche Option anbieten wollte. Elisabeth Pfeffer hob hervor, dass das neue Bier im Vergleich zu manch anderen alkoholfeien Weissbieren extrem wenig Kalorien hat.
Landrat Raith fragte, wie viele Versuche nötig waren, um das neue Bier zu entwickeln. Braumeister Keller antwortete, dass „zehn oder elf Fässer mit Testbieren im Eiskeller stehen“ und die Entwicklung rund ein Jahr gedauert habe. Er betonte, dass das Endprodukt ein Bier sei, zu dem er als Braumeister stehen könne, da es „auch schmeckt“. Keller und seine Frau Kristina betreiben auch den Schalander als Brotzeitlokal. Im Lokal werden sie live erleben, wie das Bier bei den Gästen ankommt.
Neben der Bierprobe informierte sich Landrat Raith bei einer Brauereibesichtigung über die wirtschaftlichen Herausforderungen. „Wir müssen immer mit der Zeit gehen und schauen, wie sich der Markt verändert“, erklärte Elisabeth Pfeffer. Die Brauerei braut zu verschiedenen Zeiten und Anlässen unterschiedliche Biere. Das Stammsortiment gibt es das ganze Jahr über, während im Sommer der Sommertraum oder ein Festbier hinzukommen. Auch Weihnachts- und Starkbier sind beliebte Klassiker. „Die Geschmäcker sind sehr verschieden und wir versuchen, möglichst viele zu treffen“, betont Mark Pfeffer. Die Brauerei setzt auf moderne Technik, wie ein digitales Überwachungssystem, das bei Störungen auch nachts den Braumeister alarmiert.
Nachhaltigkeit spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Ein 75 kWh-Speicher sorgt dafür, dass der Strom aus den eigenen Sonnenkollektoren gespeichert wird. Die Kühlsysteme wurden so umgestellt, dass sie weniger Energie verbrauchen. Beim örtlichen Lieferverkehr kommt ein E-Lastwagen zum Einsatz. „Mit dem Diesel vorher hatten wir auf den Kurzstrecken immer wieder Probleme“, erzählt Mark Pfeffer und verweist darauf, dass das Elektrofahrzeug nicht nur finanzielle, sondern auch technische Vorteile bietet.
Am Ende des Gesprächs vereinbarten die Beteiligten, dass die Pfefferbrauerei es auch in diesem Jahr wieder ein Fass Bier für den Besuch beim Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer spendieren wird. „Wenn schon eine Gruppe aus dem Landkreis Regen beim Botschafter des Bieres aufschlägt, was Minister Rainer auch ist, dann sollten die Teilnehmer auch mit einem Glas Heimatbier mit Rainer anstoßen“, waren sich Raith, Elisabeth und Mark Pfeffer einig.