40 Jahre im ältesten bayerischen Ehrenamt

Ein Gruppenbild als Erinnerung: Die Geehrten Konrad Edenhofer (li.) und Herbert Weinberger dürfen Platz nehmen. Es gratulierten, v. li.: Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner (Achslach), Vermessungsamtschef Matthias Holstein, Bürgermeister Josef Saller (Gotteszell) und Landrat Dr. Ronny Raith. Foto: Heiko Langer / Landratsamt Regen

Herbert Weinberger und Konrad Edenhofer sind Feldgeschworene und wurden nun geehrt

Ein Gruppenbild als Erinnerung: Die Geehrten Konrad Edenhofer (li.) und Herbert Weinberger dürfen Platz nehmen. Es gratulierten, v. li.: Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner (Achslach), Vermessungsamtschef Matthias Holstein, Bürgermeister Josef Saller (Gotteszell) und Landrat Dr. Ronny Raith. Foto: Heiko Langer / Landratsamt Regen

Ein Gruppenbild als Erinnerung: Die Geehrten Konrad Edenhofer (li.) und Herbert Weinberger dürfen Platz nehmen. Es gratulierten, v. li.: Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner (Achslach), Vermessungsamtschef Matthias Holstein, Bürgermeister Josef Saller (Gotteszell) und Landrat Dr. Ronny Raith. Foto: Heiko Langer / Landratsamt Regen

Zachenberg. „Feldgeschworener, das ist ein wichtiges Amt in der Kommune“, stellte Regens Landrat Dr. Ronny Raith bei der Ehrung von zwei verdienten Feldgeschworenen fest. Zusammen mit dem Leiter des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Matthias Holstein und den Ortsbürgermeistern Gaby Wittenzellner und Josef Saller ehrte er im Zachenberger Waidlerhaus Konrad Edenhofer und Herbert Weinberger für ihren 40-jährigen Einsatz.

„Edenhofer und Weinberger sind im ältesten Ehrenamt Bayerns aktiv“, sagte Holstein mit Blick auf die Geschichte der Feldgeschworenen. Er wies auf die lange Tradition der Feldgeschworenen hin. Seit den napoleonischen Kriegen setzt Bayern auf diese ehrenamtlichen Vermesser. Bayern ist eines der letzten Bundesländer mit einer Abmarkungspflicht, weshalb staatliche Vermesser und Feldgeschworene weiterhin viel zu tun haben. Die Abmarkungspflicht und der Einsatz der Feldgeschworenen tragen zum örtlichen Frieden bei, da klare Grenzen jedem sein Recht verdeutlichen. Im Landkreis Regen gibt es derzeit rund 100 aktive Feldgeschworene, früher waren es sieben in jeder Gemeinde. Trotz der geringeren Zahl spielen Feldgeschworene weiterhin eine wichtige Rolle. „Sie tragen zum Rechtsfrieden bei“, sagte Raith über Edenhofer und Weinberger.

Neben Holstein und Raith dankten auch die Ortsbürgermeister den beiden für ihren 40-jährigen Dienst. „Wir sind stolz darauf, dass wir aktive Feldgeschworene in Achslach haben“, sagte Bürgermeisterin Wittenzellner. Auch Bürgermeister Saller drückte seine Anerkennung aus und bemerkte, dass Herbert Weinberger länger in Gotteszell als Feldgeschworener tätig ist, als Saller alt ist. „40 Jahre kann man das nur machen, wenn es einem auch Spaß macht“, fügte Saller hinzu.

Nach dem offiziellen Teil stärkten sich die Anwesenden mit einer Brotzeit sowie Kaffee und Kuchen und nutzten die Gelegenheit zum Austausch. Dabei berichteten sie von vielen Vermessungen. „In den allerwenigsten Fällen gibt es Streit“, stellten Edenhofer und Weinberger fest. Auch in der Bevölkerung werde ihr Amt meist respektiert und anerkannt. Die Geehrten stimmten dem Vermessungsamtsleiter zu, der beobachtete: „Wo im Wald die stärksten Bäume wachsen, ist oft die Grenze.“ Aus Angst vor Nachbarschaftsstreit könnten sich dort die Bäume besonders lange entwickeln, da niemand versehentlich einen Baum des Nachbarn fällen wolle. Außer an Weihnachten, aber das Christbaumholen sei eine andere Geschichte.

Meldung vom: 09.06.2026