Tag des offenen Denkmals am 14. September 2025
Landkreis Regen. Unter dem Motto „wertvoll: unbezahlbar und unersetzlich?“ lädt der Landkreis Regen am Sonntag, 14. September, zum Tag des offenen Denkmals ein. Nach der „Sporer Quetsch“ in Viechtach im Vorjahr steht heuer das ehemalige Konventgebäude in Gotteszell im Mittelpunkt.
Das denkmalgeschützte Haus am Klosterring 39, im Ort besser bekannt als „Oberes Schulhaus“, wird derzeit generalsaniert. Künftig soll es als Bürgerhaus Platz für Vereine und Veranstaltungen bieten. Ursprünglich war es Teil des 1285 gegründeten Zisterzienserklosters Gotteszell, dem einzigen seiner Art im Bayerischen Wald. Nach der Säkularisation 1803 nutzte man die Räume als Schule, was den heutigen Namen erklärt.
Am Tag des offenen Denkmals erwartet die Besucher eine besondere Gelegenheit: Im Rahmen von Baustellenführungen können sie einen Blick in das ehemalige Konventgebäude werfen. Nach der offiziellen Eröffnung und Begrüßung durch Landrat Dr. Ronny Raith um 9.30 Uhr führt Architekt Norbert Paukner, der die Pläne für die Generalsanierung entworfen hat, durch das Gebäude. Weitere Führungen mit ihm finden um 12 Uhr und um 15 Uhr statt. Paukner stellt dabei nicht nur die Besonderheiten der historischen Bausubstanz vor, sondern auch seine Planungen für die künftige Nutzung, die anhand von zwei Ansichten veranschaulicht werden.
Ein zusätzliches Highlight ist die Führung durch die benachbarte Pfarrkirche St. Anna um 13.30 Uhr mit Pfarrer Tobias Magerl. Die Kirche ist ein barock umgestaltetes, ursprünglich frühgotisches Bauwerk, an dem auch die berühmten Asam-Brüder mitgewirkt haben.
Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Weitere Programmpunkte im Landkreis sind Führungen auf der Burgruine Altnußberg um 13 und 15 Uhr sowie durch die Gistl-Villa in Frauenau am Samstag um 14 Uhr und am Sonntag um 11 Uhr, für die eine Anmeldung unter info@bild-werk-frauenau.de erforderlich ist. Alle Informationen und eine Übersicht der Denkmäler gibt es unter www.tag-des-offenen-denkmals.de.
- Fotos: Kreisheimatpfleger Johannes Haslinger.