Die Arbeit mit Sauen und Hunden geht weiter

Keine Angst vor großen Tieren, Hundetrainerin Elke Pfeiffer, Landrat Dr. Ronny Raith, Bischofsmais´ Bürgermeister Walter Nirschl, Gattermeisterin Karin Weigerstorfer und Wirtschaftsförderin Teresa Sitzberger mit Sau Sophie. Foto: Heiko Langer / Landratsamt Regen

Landrat Raith informierte sich – Karin Weigerstorfer führt das Wildschweingatter in Fahrnbach

Keine Angst vor großen Tieren, Hundetrainerin Elke Pfeiffer, Landrat Dr. Ronny Raith, Bischofsmais´ Bürgermeister Walter Nirschl, Gattermeisterin Karin Weigerstorfer und Wirtschaftsförderin Teresa Sitzberger mit Sau Sophie. Foto: Heiko Langer / Landratsamt Regen

Keine Angst vor großen Tieren, Hundetrainerin Elke Pfeiffer, Landrat Dr. Ronny Raith, Bischofsmais´ Bürgermeister Walter Nirschl, Gattermeisterin Karin Weigerstorfer und Wirtschaftsförderin Teresa Sitzberger mit Sau Sophie. Foto: Heiko Langer / Landratsamt Regen

Bischofsmais. Im November 2025 übernahm Karin Weigerstorfer das Wildschweingatter in Fahrnbach. „Nach dem Tod von Helmut Kappenberger entschied ich mich, seine wertvolle Arbeit fortzuführen und die Anlage zu übernehmen“, erklärte Weigerstorfer einer kleinen Delegation um Landrat Dr. Ronny Raith. Zusammen mit Bürgermeister Walter Nirschl und der Wirtschaftsförderin Teresa Sitzberger informierte sich der Landrat über die Anlage. Dabei erfuhr er, dass die Wildsäue Sophie und Kati die heimlichen Stars sind. Hundebesitzer trainieren mit ihnen ihre Vierbeiner.

„Das Wohl der Tiere, sowohl der Wildschweine als auch der Hunde, steht dabei im Vordergrund“, betonte Weigerstorfer. Das Gelände ist in drei Bereiche unterteilt: ein Arbeitsgatter, ein Ruhegatter und einen Prägungskorridor. „In das Ruhegatter kommt kein Hund, das ist der Rückzugsort für die Wildschweine“, erklärte Weigerstorfer. Im Prägungskorridor haben die Hunde erstmals Kontakt zu den Wildschweinen und gewöhnen sich an deren Geruch. Im Arbeitsgatter sollen die Hunde die Wildschweine aufspüren und stellen. Hundetrainerin Elke Pfeiffer unterstützt Weigerstorfer dabei. Ziel ist es, die Hunde mit dem Geruch von Wildschweinen vertraut zu machen und sie so zu trainieren, dass sie die Tiere finden und stellen können, ohne sich dabei zu verletzen. „Wildschweine können für Mensch und Hund gefährlich sein“, betonte Pfeiffer. Deswegen legt sie großen Wert darauf, dass weder Mensch noch Tier gefährdet werden. Auch auf die Wildschweine wird Rücksicht genommen. „Die sollen sich natürlich auch nicht verletzen“, erklärte Weigerstorfer und ergänzte: „Da die beiden Sauen nicht mehr die Jüngsten sind, müssen wir auch auf das Alter von Sophie und Kati Rücksicht nehmen.“ Im Ruhegatter sind kürzlich Hannibal, Oskar und Bruno, drei Frischlinge, eingezogen. Diese brauchen jedoch noch Zeit. „Frühestens als Überläufer, können sie mit Hunden arbeiten.“

Im Wildschweingatter werden Hunde für die Wildschweinjagd trainiert. Jäger kommen mit ihren Vierbeinern nicht nur zum Lernen. „Die Hunde werden gerne auch zu Beginn der Drückjagdsaison wieder an das Sauwild herangeführt“, erklärte Pfeiffer. Das Training gibt Hund und Besitzer Sicherheit.

Das Gatter ist auch eine anerkannte Ausbildungsstätte für ASP-Kadaversuchhunde (Afrikanische Schweinepest). „Die Gefahr, dass die Seuche auch uns erreicht, besteht. Dann ist es gut, wenn wir gerüstet sind“, sagte Landrat Raith. Im Landratsamt Regen bereitet man sich seit längerem auf einen Seuchenfall vor. Insofern sei das Gatter auch hinsichtlich eines ASP-Ausbruchs ein wichtiges Angebot. „Wir bilden mit viel Feingefühl Hunde aller Rassen für die ASP-Kadaversuche aus. Dabei liegt uns das sichere Anzeigen des gefundenen Kadavers sowie der Grundgehorsam des Hundes besonders am Herzen“, erklärte die zertifizierte Hundetrainerin.

Gattermeisterin Weigerstorfer und Hundetrainerin Pfeiffer sind beide auch als Jägerinnen aktiv. Ihnen liegt die praktische Arbeit und der Tierschutz sehr am Herzen. Pfeiffer steht zudem für alle anderen Fragen und Themen rund um das Führen des Jagdhundes zur Verfügung.

Landrat Dr. Raith erkundigte sich nach dem Einzugsgebiet. „Das ist sehr groß, das nächstliegende Angebot gibt es im Altmühltal“, berichtete Weigerstorfer. Zudem kommen die Teilnehmer nicht nur aus Niederbayern und der Oberpfalz, selbst aus Österreich kämen Hundebesitzer mit ihren Tieren zum Training. Werbung wird derzeit keine gemacht, da die beiden Sauen schon ausgelastet sind. „Die Tiere werden nicht über Gebühr belastet“, versicherte Weigerstorfer. Sie bedankte sich auch bei Landrat Raith für die Unterstützung aus dem Landratsamt. Vor allem im Veterinäramt habe sie viel Rat und Hilfe bekommen. „Für uns war das ein neues Geschäftsfeld, da waren wir sehr froh über die ausführliche Beratung“, so Weigerstorfer weiter.

Bürgermeister Nirschl lobte das Engagement. Man habe befürchtet, dass es nach dem Tod des vorherigen Betreibers nicht weitergeht. Nun sei es gut, dass es engagiert weitergeführt wird. Landrat Raith bedankte sich für die Führung durch den Betrieb. „Ich will wissen, was im Landkreis los ist“, sagte er und zeigte sich angetan vom „Engagement und der Schaffenskraft von Karin Weigerstorfer und ihrem Team.“ Für die Zukunft wünschte er viel Erfolg und alles Gute.

Meldung vom: 13.03.2026