Große Gartenvielfalt trotz Hitzewelle

Die Reisegruppe um den Vorsitzenden des Kreisverbandes für Gartenkultur und Landespflege Herbert Preuß (li.), Sonja Raith (2.v.li.) und Landrat Dr. Ronny Raith begann ihre Tour im Garten der Woidroserl mit Claudia (3.v.li.) und Christian Wolf (4.v.li.). Foto: Martin Straub / Landratsamt Regen

Tag der offenen Gartentür im Landkreis Regen bot eindrucksvolle Einblicke in private Gärten

Der Vorsitzende des Kreisverbandes für Gartenkultur und Landespflege Herbert Preuß (v.li.) besichtigte mit Landrat Dr. Ronny Raith und Sonja Raith sowie dem Kreisfachberater Martin Straub (re.) den Pfarrgarten von Pfarrer Dr. Werner Konrad in Viechtach. Foto: Brigitte Preissner / Gartenbauverein Viechtach

Der Vorsitzende des Kreisverbandes für Gartenkultur und Landespflege Herbert Preuß (v.li.) besichtigte mit Landrat Dr. Ronny Raith und Sonja Raith sowie dem Kreisfachberater Martin Straub (re.) den Pfarrgarten von Pfarrer Dr. Werner Konrad in Viechtach. Foto: Brigitte Preissner / Gartenbauverein Viechtach

Regen. Bei hochsommerlichen Temperaturen von bis zu 34 Grad Celsius öffneten am vergangenen Sonntag fünf Gärten im Landkreis Regen ihre Pforten für den Tag der offenen Gartentür. Trotz der großen Hitze nutzten zahlreiche Gartenfreunde die Gelegenheit, einen Blick hinter sonst verschlossene Gartenzäune zu werfen und sich Anregungen für den eigenen Garten zu holen.

Landrat Ronny Raith, seine Ehefrau Sonja, der Vorsitzende des Kreisverbandes für Gartenkultur und Landespflege Herbert Preuß sowie der Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege Martin Straub besuchten ausgewählte Teilnehmergärten. Die Rundfahrt verdeutlichte die Vielfalt der Gartenkultur im Landkreis Regen.

Die erste Station war der Schaugarten der Gärtnerei Woidroserl in Regen. Die weitläufige Anlage zeigte, wie attraktiv großzügige Gärten gestaltet werden können. Naturnahe Bereiche, abwechslungsreiche Pflanzungen und die harmonische Einbindung in die umgebende Landschaft boten den Besuchern zahlreiche Ideen für die eigene Gartengestaltung. In Zeiten, in denen vielerorts kleine und pflegearme Gärten dominieren, setzte die Anlage ein Zeichen für die Bedeutung großzügiger Grünräume als Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen.

Anschließend führte die Rundfahrt in den historischen Pfarrgarten nach Viechtach. Der jahrhundertealte Garten wird vom Pfarrer Dr. Werner Konrad gepflegt und bildet mitten in der Stadt eine grüne Oase und beeindruckt durch seinen besonderen Charakter. Mediterrane Pflanzen, Kakteen und zahlreiche seltene Gehölze verleihen dem Areal ein außergewöhnliches Erscheinungsbild. Der Gartenbauverein Viechtach sorgte für das leibliche Wohl und organisierte ein Programm für Kinder. Der Pfarrgarten zeigte beispielhaft, wie historische Gartenanlagen bewahrt und gleichzeitig lebendig genutzt werden können. Er entspricht dem Idealtypus eines Gartens, der von Exoten am Haus Richtung Peripherie immer wilder wird.

Die dritte Station war der Garten von Ingrid Hackl in Altwies bei Prackenbach. Auf über 5000 Quadratmetern erstreckt sich hier ein beeindruckendes Gartenreich mit weitläufigen Staudenpflanzungen, zahlreichen Rosen, mehreren Teichen und vielfältigen Gartenräumen. Die Besucher konnten den Garten in aller Ruhe erkunden und dabei immer wieder neue Blickachsen und Gestaltungselemente entdecken. Der Gartenbauverein Moosbach sorgte für eine angenehme Atmosphäre durch Bewirtung, die von den Gästen gerne angenommen wurde.

Neben den Stationen der offiziellen Rundfahrt standen zwei weitere Gärten für Besucher offen. Der Schaugarten der Familie Wühr in Schweinhütt beeindruckte durch die Vielfalt an Gartenräumen und seltenen Pflanzen auf vergleichsweise kleiner Fläche. Statt der geplanten Sengzelten gab es wegen der Hitze Kaffee und Kuchen.

Spontan beteiligte sich auch die Familie Lukaschick am Tag der offenen Gartentür. Der eingewachsene Siedlungsgarten am Degenbergweg in Regen überzeugte durch die gelungene Verbindung von Zier- und Nutzgarten. Prächtige Rhododendren, Gemüsebeete und zahlreiche liebevoll gestaltete Details fügten sich zu einem harmonischen Gesamtbild zusammen. Der schöne Ausblick über die Stadt Regen machte den Garten für viele Besucher zu einem besonderen Erlebnis, und auf dem „Ratschbankerl“ auf der Terrasse war stets eine gute Unterhaltung im Gange.

Blühende Pracht im Garten von Ingrid Hackl in Altwies. Foto: Martin Straub / Landratsamt Regen

Blühende Pracht im Garten von Ingrid Hackl in Altwies. Foto: Martin Straub / Landratsamt Regen

„Der Tag der offenen Gartentür verfolgt seit vielen Jahren das Ziel, die Vielfalt privater Gartenkultur sichtbar zu machen und den Austausch unter Gartenfreunden zu fördern. Die diesjährigen Teilnehmer zeigten eindrucksvoll, dass schöne Gärten ganz unterschiedliche Gesichter haben können, vom historischen Pfarrgarten über weitläufige Schaugärten bis hin zum liebevoll gepflegten Siedlungsgarten“, freute sich am Ende des Tages Kreisfachberater Straub und stellte fest: „Trotz der außergewöhnlichen Hitze zogen die geöffneten Gärten zahlreiche interessierte Besucher an und bestätigten einmal mehr den hohen Stellenwert des Gartens als Ort der Erholung, Begegnung und Lebensqualität.“ Auch Landrat Raith zeigte sich zufrieden: „Der Tag hat wieder einmal gezeigt, welche Kleinode es bei uns im Landkreis Regen gibt.“ Raith und Preuß bedankten sich bei allen, die sie an dem Tag engagiert haben. „Ein besonderer Dank gilt natürlich den Gartenbesitzern, aber auch allen, die vor Ort aktiv waren“, so Preuß abschließend.

 

Meldung vom: 23.06.2026