Vektorübertragene Erkrankungen & Parasiten
Vektorübertragene Erkrankungen sind Infektionskrankheiten, die über sogenannte Vektoren übertragen werden. Vektoren sind Lebewesen, die Krankheitserreger von infizierten Tieren auf den Menschen oder ein anderes Tier übertragen können.
Parasiten (veraltet: Schmarotzer) sind Lebewesen, die auf Kosten eines anderen Lebewesens leben, der in diesem Zusammenhang auch Wirt genannt wird, indem sie sich z.B. von Blut ernähren. Bespiele für Parasiten sind Kopfläuse, Bandwürmer oder Flöhe.
Manche Parasiten können auch Krankheiten übertragen und somit gleichzeitig Vektoren. Bekannte Beispiele hierfür sind Zecken, Stechmücken oder auch Toxoplasmen (Einzeller).
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Kopfläuse
Kopfläuse sind ca. 1 bis 3 mm große, parasitär lebende, flügellose Insekten. Sie leben auf dem behaarten Kopf von Menschen und sie ernähren sich ausschließlich von menschlichem Blut.
Die Übertragung der Kopfläuse erfolgt durch direkten Haarkontakt (z.B. Zusammenstecken der Köpfe, gemeinsames Übernachten im Bett oder Kuscheln).
Nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) sind Kopfläuse in Gemeinschaftseinrichtungen meldepflichtig. Wenn Sie als Eltern und/oder Erziehungsberechtigte bei Ihrem Kind Kopfläuse entdecken, müssen Sie dies der Leitung der Gemeinschaftseinrichtung (Kindertageseinrichtung, Schule etc.) umgehend melden (IfSG § 34 Abs. 5).
Gemäß § 34 Abs. 6 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) erfolgt eine unverzügliche Meldung an das Gesundheitsamt durch die Leitung der Einrichtung, wenn Tatsachen bekannt werden, dass Kinder in der Einrichtung verlaust sind.
Das Gesundheitsamt steht betroffenen Familien und Einrichtungen beratend und unterstützend zur Seite und empfiehlt geeignete Maßnahmen zur Behandlung des Kopflausbefalls.
Weitere Informationen zum Thema „Kopfläuse“
Zecken und Erkrankungen durch Zeckenstiche
Zecken sind halten sich bevorzugt in Wäldern in nicht zu trockenen Lagen in hohem Gras und Gebüsch sowie in losem Laub auf. Die größte Gefahr von Zecken „gebissen“ zu werden, besteht bei Freilandaufenthalten mit Kontakt zu bodennahen Pflanzen (hohes Gras, Kraut, Farne, Strauchwerk). Helle Kleidung, die möglichst viel Körperoberfläche bedeckt (z.B. lange Hosen, langärmelige Hemden und festes Schuhwerk), reduziert das Risiko eines Zeckenbefalls erheblich. Auch die Anwendung von Insektenschutzmitteln bietet einen zeitlich begrenzten Schutz. Nach Aufenthalten in zeckengefährdeten Gebieten sollte der Körper (vor allem auch bei Kindern) sorgfältig nach Zecken abgesucht werden. Insbesondere bei Kindern können die Zecken am Haaransatz sitzen. Bei Zeckenbefall muss die Zecke umgehend, möglichst mit einer Zeckenpinzette, entfernt werden. Lockern Sie dabei die Zecke vorsichtig und ziehen sie langsam heraus. Ein Quetschen sollte vermieden werden, da dann vermehrt Viren in den Wirtsorganismus gelangen. Aus dem gleichen Grund darf keinesfalls Öl oder Klebstoff angewandt werden. Nach Entfernung der Zecke ist eine sorgfältige Desinfektion der Wunde erforderlich. Außerdem ist umgehend ein Arzt aufzusuchen.
Das Gesundheitsamt informiert und berät Sie gerne unter anderem über:
- Erkrankungen, die durch Zeckenstiche übertragen werden können
- Frühsommermeningoenzephalitis (FSME)
- Borreliose (Lyme-Krankheit)
- Risikogebiete, für die eine FSME-Schutzimpfung empfohlen wird
- vorbeugende Schutzmaßnahmen
- das richtige Entfernen von Zecken
Weitere Informationen zum Thema „Zecken“
Krätzmilben
Krätzmilben sind parasitär lebende Spinnentiere, die sich in die oberste Hautschicht des Menschen eingraben. Bei einer Größe von 0,2 bis 0,5 mm sind die Milben mit bloßem Auge in der Regel nicht erkennbar. Krätzmilben verursachen die ansteckende Hautkrankheit „Krätze“ (medizinisch auch „Skabies“ bekannt).
Gemäß § 34 Abs. 1 IfSG dürfen Personen, die an Skabies erkrankt oder dessen verdächtigt sind, die Gemeinschaftseinrichtungen nicht besuchen sowie keine Tätigkeiten ausüben, bei denen sie Kontakt zu den dort Betreuten haben, bis nach ärztlichem Urteil eine Weiterverbreitung der Krankheit durch sie nicht mehr zu befürchten ist.
Weitere Informationen zum Thema Krätzmilben / Krätze
Asiatische Tigermücke
Aktuelle Informationen zur Asiatischen Tigermücke (lateinischer Name „Aedes albopictus“) finden Sie u.a. auf folgenden Seiten: