Landrat Dr. Ronny Raith besuchte die Firma Wittenzellner in Patersdorf

Unser Bild zeigt die Besuchsgruppe mit der Firmenleitung, vorne v. li. Simona Fink (Projektstelle Bayern-Böhmen), Landrat Dr. Ronny Raith, Prokurist Walter Greil, Geschäftsführer David Wittenzellner sowie Anton Wittenzellner; hinten v.li. Bürgermeister Adolf Muhr und Wirtschaftsförderin Teresa Sitzberger. Foto: Heiko Langer / Landratsamt Regen
Patersdorf. Regens Landrat Dr. Ronny Raith hörte bei seinem Besuch der Firma Wittenzellner in Patersdorf erfreuliche Neuigkeiten. Gemeinsam mit Bürgermeister Adolf Muhr, Wirtschaftsförderin Teresa Sitzberger und Simona Fink (Projektstelle Bayern-Böhmen) informierte er sich vor Ort über den Betrieb. Die Geschäftsführer David und Anton Wittenzellner sowie Mitgesellschafter und Prokurist Walter Greil empfingen die Gäste. Nach der Fusion der Firmen Wittenzellner und Fliesen Greil aus Geiersthal/Hartmannsgrub vor knapp zwei Jahren plant man nun, den Hauptstandort in Patersdorf auszubauen. „Nach 30 Jahren und einer sehr positiven Entwicklung wollen wir den Standort für unsere Kunden optimieren und ein neues Einkaufserlebnis schaffen. Es sollen großzügige Ausstellungsflächen, optimierte Verkehrswege und einige Wow-Effekte entstehen“, erklärte Anton Wittenzellner.
Zur Firmengeschichte: Vom Bäckerbetrieb zum Handelsunternehmen
Sein Vater Anton und Onkel Xaver, beide ursprünglich gelernte Bäcker, waren im Familienbetrieb in Patersdorf verwurzelt. Xaver gründete 1951 einen Lagerhausbetrieb am Bahnhof Patersdorf. 1955 übernahm Anton Wittenzellner senior die Leitung. Das Angebot wuchs stetig: Neben der Transportsparte entstand ein Betrieb mit Agrar-, Bau- und Brennstoffhandel. Heute ist das Unternehmen im Agrarbereich mit der Marke „Begga Done“ bekannt und setzt weiterhin als einziger Vollsortimenter in der Region auf seine Wurzeln. Der Betrieb expandierte mehrfach, bis Anton senior 2004 an seine drei Söhne übergab. Anton Wittenzellner junior übernahm als Komplementär, Hans-Dieter und Peter Wittenzellner als Kommanditisten. Der Handel mit Produkten für den Garten- und Landschaftsbau kam hinzu, und 2008 entstand ein großes Ausstellungsgelände, das ein Jahr später zum GaLaPark erweitert wurde. 2015 folgte eine weitere Expansion: In der Ringstraße in Patersdorf siedelte man den Fuhrpark mit Werkstatt und Tankstelle an. Der GaLaPark und der Betrieb wuchsen weiter. Seit 2020 arbeitet David Wittenzellner, Vertreter der dritten Generation, in Vollzeit im Unternehmen. Mit allen Standorten umfasst das Betriebsgelände eine Größe von über 35.000 Quadratmetern.
Fusion mit Fliesen Greil
Seit dem 1. Januar 2025 gehört die ehemalige Firma Fliesen Greil zur Firma Wittenzellner. „Wir haben fusioniert und unsere Kräfte zum Wohle unserer Kunden gebündelt“, betont Anton Wittenzellner. Walter Greil ist nun als Mitgesellschafter und Prokurist ein wichtiger Bestandteil der Geschäftsführung. „Durch den Zusammenschluss haben wir ein wichtiges Marktsegment gewonnen“, sagt David Wittenzellner. Greil ergänzt, dass die Kunden mit dem erweiterten Angebot und dem Service sehr zufrieden sind. Auch Tobias Hollmayr-Kroner und Peter Wittenzellner sind als Prokuristen langjährige Mitglieder der Unternehmensführung. Der Erfolg des Unternehmens sei eine Teamleistung, betonen alle und verweisen auf die große Anzahl an langjährigen Mitarbeitenden.
Rund 110 Mitarbeiter im Unternehmen
Landrat Raith erkundigte sich nach der Mitarbeiterzahl und den Auszubildenden. „Wir haben rund 110 Beschäftigte, darunter sieben Azubis“, berichtet David Wittenzellner. Er betonte, dass die Berufsschule in Regen ein Gewinn für das Unternehmen ist. „Wohnortnahe Ausbildung sichert uns den Nachwuchs“. Daher begrüßt man die Investition in den neuen Berufsschulbau. Die Firmenvertreter suchen aktiv nach Auszubildenden, besuchen Berufsmessen und Schulen. „Ohne junge Menschen aus anderen Ländern werden wir im Landkreis Probleme haben, genügend Auszubildende zu finden und so die Wirtschaftskraft zu erhalten“, sagt David Wittenzellner. „Das betrifft laut unseren Erfahrungen insbesondere das Handwerk. Das Handwerk ist das Fundament unserer gewerblichen Kunden. Deshalb ist es für uns sehr wichtig, dass in diesem Bereich genügend Nachwuchs generiert wird, um zukünftige Projekte verwirklichen zu können“, erklärt er.
Bürgermeister Muhr hob die Bedeutung des Unternehmens für die Gemeinde hervor: Es sei ein wichtiger Arbeitgeber und Steuerzahler. Er freute sich sehr über die Pläne zum Ausbau des Standorts und das damit verbundene Bekenntnis zur Heimatgemeinde Patersdorf. Wirtschaftsförderin Teresa Sitzberger bot an, bei den geplanten Investitionen Fördermöglichkeiten zu prüfen. Auch Landrat Raith sicherte seine Unterstützung zu.