Demokratie soll im Landkreis weiter aufleben

Landkreis Regen beteiligt sich am Bundesprogramm „Demokratie leben!“  – Projektstelle beim Kreisjugendring angesiedelt

Sie freuen sich über den Projektbeginn, v.li.: Landrätin Rita Röhrl, die kommunale Jugendpflegerin Dr. Edith Aschenbrenner, Jugendamtsleiter Martin Hackl und Sigrid Kick. Foto: Langer/Landkreis Regen

Sie freuen sich über den Projektbeginn, v.li.: Landrätin Rita Röhrl, die kommunale Jugendpflegerin Dr. Edith Aschenbrenner, Jugendamtsleiter Martin Hackl und Sigrid Kick. Foto: Langer/Landkreis Regen

Regen. Von langer Hand wurde die Landkreisbeteiligung am Bundesprogramm „Demokratie leben!“ geplant. Nachdem bereits im November der Jugendhilfeausschuss einstimmig für die Projektteilnahme stimmte, wurden nun die Strukturen geschaffen und mit Sigrid Kick eine entsprechende Fachkraft eingestellt. Dabei ist Kick als Landkreisangestellte beim Kreisjugendring Regen angedockt. „Der Kreisjugendring Regen ist Träger der neuen Fachstelle“, sagt Dr. Edith Aschenbrenner. Als Kommunale Jugendpflegerin koordiniert sie die Zusammenarbeit zwischen dem Jugendring, dem Landkreis und den Kommunen.

Nachdem Kick im Januar ihren Arbeitsplatz im Kreisjugendbüro in der Mönchshofstraße in Viechtach eingenommen hat, stellte sie sich und ihre Arbeit sowie die Planungen der Landrätin Rita Röhrl vor. „Wir wollen gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen die demokratische Struktur erhalten und stärken“, erklärt die Sozialpädagogin Kick. Die gebürtige Ambergerin freut sich auf „viele spannende und hoffentlich auch erfolgreiche Begegnungen mit Kindern und Jugendlichen.“ Erste Kontakte habe sie bereits geknüpft, konnte sie berichten. So sei sie in Bodenmais eingebunden, wo Jugendlichemöglicherweise mit einem Jugendrat die Lokalpolitik bereichern wollen. Auch der Jugendrat in Viechtach kam bereits mit Ideen auf sie zu.

Sigrid Kick wird das Projekt Demokratie leben betreuen. Foto: Langer/Landkreis

Sigrid Kick wird das Projekt Demokratie leben betreuen. Foto: Langer/Landkreis

„Ziel unserer Arbeit ist, junge Menschen mehr in Entscheidungsprozesse einzubinden“, betont Kick. Dabei findet sie auch die Unterstützung der Landrätin. Röhrl betonte, dass sie es begrüßt, wenn Jugendliche nicht nur fordern, sondern bereit sind, sich ernsthaft einzubringen und sich aktiv zu beteiligen.

Das Programm wird mit 125000 Euro an Bundesmitteln gefördert. Damit sollen Maßnahmen und Projekte gefördert werden. Es ist zunächst auf drei Jahre angelegt.  Dabei soll es ein federführendes Amt geben. Dies ist im Landkreis Regen die Kommunale Jugendarbeit (KJA). Die externe zugehörige Koordinierungs- und Fachstelle ist beim Kreisjugendring (KJR) Regen angesiedelt. „Ich freue mich, dass der Landkreis die 30. Bayerische Kommune und die dritte in Niederbayern ist, die sich hier beteiligt“, sagt Röhrl.

„Die Fördermöglichkeiten sind vielfältig“, erklärt Sigrid Kick. So könnten beispielsweise gemeinnützige Vereine, Einzelpersonen, Jugendgruppen, kirchliche und caritative Organisationen ebenso wie Kommunen gefördert werden. „Wir hoffen natürlich, dass viele kreative Ideen an uns herangetragen werden“, betont Kick und verweist darauf, dass immer die Ziele „Vielfalt gestalten, Demokratie fördern und Extremismus vorbeugen wichtige Aspekte bei der Vergabe von Unterstützungsmitteln sein werden.“

Landrätin Röhrl sicherte dem Projekt ihre Unterstützung zu. So ist geplant, dass die Landrätin auch an der konstituierenden Sitzung des Begleitausschusses teilnimmt. Zudem wird Röhrl auch die Schirmherrschaft der voraussichtlich im Frühjahr stattfindenden Demokratiekonferenz übernehmen.

Meldung vom: 17.02.2022