Eine Woche mit Wald unter den Fingernägeln

Murmeln ausdrücklich erwünscht: Beim Workshop „Bauen mit Naturmaterialien“ entstand unter anderem eine Waldkugelbahn. Foto: Antonia Muhr / Landratsamt Regen.

Sommererlebnistage der Kommunalen Jugendarbeit führten ins Wildniscamp am Falkenstein

Murmeln ausdrücklich erwünscht: Beim Workshop „Bauen mit Naturmaterialien“ entstand unter anderem eine Waldkugelbahn. Foto: Antonia Muhr / Landratsamt Regen.

Murmeln ausdrücklich erwünscht: Beim Workshop „Bauen mit Naturmaterialien“ entstand unter anderem eine Waldkugelbahn. Foto: Antonia Muhr / Landratsamt Regen.

Zwieslerwaldhaus. Schnitzmesser statt Spielekonsole, Fundstücke vom Waldboden statt Bastelpackung – und zwischendurch ein ziemlich genauer Blick darauf, wer im Nationalpark eigentlich noch zu Hause ist. Sechs Tage lang wurde das Wildniscamp am Falkenstein für Kinder und Jugendliche zum Ferienquartier. Die Kommunale Jugendarbeit des Landkreises Regen hatte auch in diesem Sommer zu ihren traditionellen Sommererlebnistagen eingeladen.

Vom 9. bis 14. August blieb reichlich Zeit, um sich draußen auszuprobieren. Nach einem spielerischen Einstieg in die Welt des Nationalparks ging es bald ans Werk. Beim Schnitzen entstanden aus Holz eigene Stücke, beim Bauen lieferte der Wald gleich einen Teil des Materials. Wer sich beim „Nature Journaling“ mit Stift und Papier auf Spurensuche begab, musste dagegen vor allem eines können: genau hinsehen. Weitere Workshops widmeten sich den tierischen Bewohnern des Schutzgebiets.

Am dritten Tag schnürte schließlich die ganze Gruppe die Schuhe für einen Ausflug zum Haus zur Wildnis. Wildniscamp-Leiter Mario Schmid übernahm unterwegs die Rolle des kundigen Begleiters. An den Gehegen machte er Halt, erzählte von Lebensräumen, Verhaltensweisen und Besonderheiten ihrer Bewohner und gab damit so manche Antwort auf Fragen, die sich beim Beobachten ganz von selbst ergaben.

Ohnehin bestand das Programm weniger aus Zuhören als aus Selbermachen, Erkunden und Entdecken. Begleitet wurden die jungen Teilnehmer dabei vom ehrenamtlichen Team der Kommunalen Jugendarbeit im Landkreis Regen sowie den Mitarbeitern des Wildniscamps. Für Kommunale Jugendpflegerin Kathrin Götz und Schmid bestätigt die gute Resonanz den Ansatz der langjährigen Kooperation: Umweltbildung funktioniert besonders gut dort, wo Wissen nicht abstrakt bleibt.

Und so wanderte am Ende vermutlich nicht nur das eine oder andere selbst gefertigte Stück ins Gepäck. Sechs Tage zwischen Werkbank, Tiergehegen und Waldboden dürften vor allem reichlich Stoff für Feriengeschichten geliefert haben.

Meldung vom: 25.08.2026