Gemeinsam ins
neue Jahr gestartet

Unser Bild zeigt die Redner, v.li.: Landrätin Rita Röhrl, Kommandeur Germar Lacher und Bürgermeisterin Ilse Oswald. Foto: Langer/Landkreis Regen

Viele Besucher beim gemeinsamen Empfang von Bundeswehr, Stadt und Landkreis

Regen. Sehr gut besucht war auch in diesem Jahr der gemeinsame Neujahrsempfang der Stadt Regen, der Bundeswehr und des Landkreises Regen. Dabei konnten die Gäste eine Premiere erleben, denn erstmals wurden sie vom neuen Kommandeur Germar Lacher begrüßt.

Unser Bild zeigt die Redner, v.li.: Landrätin Rita Röhrl, Kommandeur Germar Lacher und Bürgermeisterin Ilse Oswald. Foto: Langer/Landkreis Regen

Unser Bild zeigt die Redner, v.li.: Landrätin Rita Röhrl, Kommandeur Germar Lacher und Bürgermeisterin Ilse Oswald. Foto: Langer/Landkreis Regen

Lacher nutzte die Gelegenheit auch um über sicherheitspolitische Aspekte zu sprechen und um über die Arbeit der Bayerwaldgrenadiere sowie deren künftigen Aufgaben zu informieren. Der Kommandeur sprach von den Erfahrungen mit dem neuen Schützenpanzer Puma und begrüßte dessen Indienstnahme. Das Vorgängermodell Mader sei zu Zeiten eingeführt worden, in denen Volkswagen den Golf 1 präsentierte. Beim Golf seien inzwischen acht Modellreihen gefolgt, beim Schützenpanzer habe es erst jetzt ein neues Modell gegeben. Lacher sprach auch über die Herausforderungen, die Auslandseinsätze mitsich bringen. Die Bayerwaldgrenadiere werden auch künftig im Ausland tätig sein, so rechne er aktuell mit einem Einsatz in Litauen. Zudem kündigte der Kommandeur an, dass es im Herbst erstmals seit vielen vielen Jahren wieder eine freilaufende Übung geben soll. „Das ist sicher ein ungewohntes Bild“, sagt er mit Blick darauf, dass dann Soldaten im öffentlichen Raum einen Einsatz simulieren werden.

Für die Stadt Regen überbrachte Bürgermeisterin Ilse Oswald die Neujahrswünsche. Auch sie blickte auf das abgelaufene Jahr zurück und warf einen Blick ins neue Jahr. Dabei hatte sie gute Nachrichten im Gepäck. Sie freute sich darüber, dass ein einheimisches Unternehmen ins Gewerbegebiet Metten 2 umziehen werde und dort auch kräftig investieren wird. Die Bürgermeisterin bedankte sich bei Industrie, Handel und Handwerk für ihren Einsatz in der Stadt Regen und bei den Land- und Forstwirten dafür, dass sie dazu beitragen, dass man gute Lebensmittel in einer intakten Umwelt bekommt. Zudem erinnerte die Rathauschefin, dass es in der Kreisstadt rund 220 Vereine gibt, die „wertvolle ehrenamtliche Arbeit leisten.“

Landrätin Rita Röhrl ging in einer Ansprache auf die besondere Bedeutung von Schule und Bildung ein und betonte, dass der Kreis hier in den kommenden Jahren mehr als 30 Millionen Euro investieren will. Auch beim Öffentlichen Personennahverkehr soll es deutliche Verbesserungen geben. Hier erwarte sie aber auch eine politische Diskussion, denn man werde über die Frage reden müssen, was man überhaupt will. Auch im Gesundheitswesen werde der Kreis weiter investieren. Hier laufen die Umbaumaßnahmen der Arberlandklinik Viechtach und in Zwiesel werde man sich heuer darüber Gedanken machen müssen, ob man die Klinik von Grund auf saniert oder, ob dort ein Neubau in Frage kommt. In diesem Zusammenhang wies Röhrl auch darauf hin, dass die Arberlandkliniken, im Gegensatz zu vielen anderen Häusern in Ostbayern, kein Minus machen. „Das ist der Verdienst der Mitarbeiter“, betont sie. Die Landrätin bedankte sich zudem bei allen Unterstützern aus Politik und Verwaltung, ein Sonderlob ging an die Mitarbeiter der Arberland REGio, denn dort werde „eine Superarbeit“ geleistet.

Abschließend ging sie auch auf die anstehenden Europawahlen ein. Sie sagte, dass jeder zweite Arbeitsplatz in der Region von Europa abhängig ist. „Die Europäische Union ist eine großartige Geschichte“, betont Röhrl und erinnerte an die 50er und 60er Jahre. An die Zeiten, wo in vielen Teilen Europas Armut herrschte. Heute gehe es den meisten Menschen gut, man lebe in Frieden und Freiheit und dies ist ein Verdienst der EU, so Röhrl weiter. So hoffe sie, dass viele Menschen auch daran denken, wenn sie im Frühjahr zur Wahl aufgerufen sind.

Nach den kurzen Grußworten ging es zum gemütlichen Teil über. Bei Häppchen und Getränken konnten sich die Gäste noch austauschen.

Meldung vom: 04.02.2019