„Gemeinsam sind wir stark“

Die JaS-Stelle, als wichtiges Bindeglied am SFZ Viechtach, ist nun wiederbesetzt. Im Bild (v.li.): JaS-Fachkraft Jana Bonke, Schulleiterin Birgit Heigl-Venus und Verbindungslehrer Tobias Grassl. Foto: Dagmar Hastreiter/SFZ Viechtach

Hilfe für Kinder und Jugendliche: Jugendsozialarbeit (JaS) an Schulen wieder am SFZ Viechtach

Die JaS-Stelle, als wichtiges Bindeglied am SFZ Viechtach, ist nun wiederbesetzt. Im Bild (v.li.): JaS-Fachkraft Jana Bonke, Schulleiterin Birgit Heigl-Venus und Verbindungslehrer Tobias Grassl. Foto: Dagmar Hastreiter/SFZ Viechtach

Die JaS-Stelle, als wichtiges Bindeglied am SFZ Viechtach, ist nun wiederbesetzt. Im Bild (v.li.): JaS-Fachkraft Jana Bonke, Schulleiterin Birgit Heigl-Venus und Verbindungslehrer Tobias Grassl. Foto: Dagmar Hastreiter/SFZ Viechtach

Viechtach. Seit Herbst 2021 ist die Jugendsozialarbeit-Stelle, kurz JaS-Stelle, am Sonderpädagogischen Förderzentrum (SFZ) mit der Sozialpädagogin Jana Bonke besetzt. Durch ihre Vorgängerin Awital Choppé, war die Tätigkeit an der Schule geschätzt und sie wurde „sehr offen und freundlich von allen Seiten aufgenommen“, sagt Bonke. Mittlerweile hat sie sich gut in der Schulfamilie eingelebt und ist eine Anlaufstelle für Schüler, Lehrer und Eltern mit kleineren und größeren Problemen rund um den Schulalltag.

Bei der JaS-Tätigkeit handelt es sich um eine Leistung der Jugendhilfe für die der Träger der Landkreis zuständig ist. „Sie richtet sich an junge Menschen, die zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind und leistet damit einen Beitrag zur Schaffung von Chancengerechtigkeit“, erklärt Gruppenleiter Dirk Opitz, der am Kreisjugendamt für den Fachbereich „Jugendhilfe an Schulen“ zuständig ist.

„Der Schul- und Familienalltag wird von vielen Schülern generell oftmals als anstrengend empfunden und hat in der Coronazeit individuell sehr belastende Ausmaße angenommen“, erklärt Bonke und ergänzt: „Viele Schülerinnen und Schüler reagieren mit Rückzug oder Aggressivität und haben teilweise Schwierigkeiten wieder in ein gesundes, soziales Miteinander zu kommen. Migrationshintergründe und Kriegserfahrungen tun ihr Übriges.“

Den Schülern wurde zum Schuljahresanfang das Angebot gemacht die JaS-Fachkraft in ihrem Büro aufzusuchen, wenn sie dringend jemand zum Reden brauchen und ihre Lehrkraft dies zeitlich gerade nicht leisten kann oder gezielt jemand außerhalb dem Klassenverband Ansprechpartnerin sein soll. „Manche kommen regelmäßig und manche lerne ich spontan kennen, wenn es einen Konflikt gibt, bei dem klar ist, dass es mehr Zeit braucht, um diesen aufzuarbeiten. Wichtig ist, dass die Schülerinnen und Schüler absolut freiwillig kommen und sicher wissen, dass ich der Schweigepflicht unterliege“, sagt Bonke. Sie freut sich sehr, dass „die Lehrkräfte mit ihr in einem guten Austausch sind und die Kinder und Jugendlichen immer wieder aktiv auf das JaS-Angebot hinweisen.“ So werde es auch den Schülern ermöglicht, während des Unterrichts ins Jas-Büro gehen und sich Hilfe holen. „Gerade auch ein guter Blick auf die leisen, eher zurückgezogenen Schülerinnen und Schüler ist wichtig, damit niemand verloren geht. Und dies kann nur eine aufmerksame Lehrkraft leisten, da sie ihre Schüler gut kennt“, meint Bonke. „Dabei sind verbindliche Absprachen und gemeinsam erstellte Strukturen als Hilfemaßnahmen im gesamten Unterstützungssystem unerlässlich“, betont die Schulleiterin Birgit Heigl-Venus.

 Bonke schätzt an der Schule besonders „die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Verbindungslehrer Tobias Graßl und der Schulleiterin Birgit Heigl-Venus.“ Gemeinsam trifft man sich wöchentlich zu einem Austausch und enger Abstimmung bei der Entwicklung von Strategien zur Unterstützung der Schüler.

Grassl führte schon vor einigen Jahren den sogenannten Heimatraum als Anlaufstelle für junge Menschen ein und wird hier von der Schulleitung mit einigen Wochenstunden gezielt eingesetzt, um Raum zu schaffen für Auszeiten, Unterstützung bei Konfliktlösung und um zur Ruhe zu kommen. Es wird auch die Möglichkeit für Spiele und Kunst geboten, was den präventiven Ansatz unterstreicht.

Schulleiterin Heigl-Venus freut sich über die „professionelle und unkomplizierte Kooperation hinsichtlich Zusammenhalt und Teamarbeit.“ Da am SFZ Viechtach Werte wie Verlässlichkeit, Vertrauen, Sicherheit, Zuhören, Empathie, gewaltfreie Kommunikation und Verantwortung für die gesamte Schulgemeinschaft als äußerst lebensbedeutsam und wichtig erachtet werden, ist der Wert „Zusammenhalt“ als Botschaft „Gemeinsam sind wir stark“ diesmal sogar „Wert des Monats“.

Hintergrund

JaS arbeitet hauptsächlich in Form von Einzelfallhilfe, der Krisenintervention, mit Eltern und allen Akteuren an der Schule und versucht zwischen allen Beteiligten zu vermitteln und auch an andere Stellen, wie Erziehungsberatung, Ämter, Ärzte, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Vereine etc. zu vermitteln. Aber auch sozialpädagogische Gruppenarbeit ist möglich und auch hier ergab sich im SFZ Viechtach schon die Möglichkeit sowohl mit Lehrkräften zu Themen wie Mobbing und Gefahren im Netz als auch mit Marion Gräfe vom offenen Ganztag zum Beispiel zu mädchenspezifischen Themen zusammenzuarbeiten.

Mögliche BU

Meldung vom: 25.03.2022