Hitzeschutz

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Hitzeperioden können die Gesundheit belasten. Foto: AdobeStock © Arjun-Naja-Ismail.jpeg

Gesund durch die Hitzewelle: So verhalten Sie sich richtig
Hitzeperioden stellen eine zunehmende Belastung für die Gesundheit dar und können verschiedene gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Über eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr hinaus wird empfohlen, körperliche Anstrengungen und sportliche Aktivitäten möglichst in die kühleren Morgen- oder Abendstunden zu verlegen. Während der heißen Mittagszeit sollte direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden. Leichte, helle und luftdurchlässige Kleidung unterstützt die natürliche Wärmeregulation des Körpers. Zusätzlich sollen Kopfbedeckungen und Sonnenschutzmittel dazu beitragen, gesundheitliche Schäden durch UV-Strahlung zu verhindern.

Auch die Gestaltung der Wohn- und Aufenthaltsräume spielt eine wichtige Rolle. Räume sollten vorzugsweise in den frühen Morgenstunden oder nachts gelüftet werden, wenn die Außentemperaturen niedriger sind. Tagsüber helfen geschlossene Fenster, Rollläden oder Vorhänge dabei, die Innenräume vor übermäßiger Erwärmung zu schützen. Zur zusätzlichen Abkühlung können kühle Duschen, feuchte Tücher oder Fußbäder eingesetzt werden.

Besondere Vorsicht ist zudem im Umgang mit Fahrzeugen geboten. Kinder und Tiere dürfen bei hohen Temperaturen niemals im Auto zurückgelassen werden, da sich der Innenraum innerhalb kurzer Zeit stark aufheizen und lebensgefährliche Temperaturen erreichen kann.

Durch rechtzeitige Präventionsmaßnahmen lassen sich die gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze deutlich reduzieren und das Wohlbefinden während heißer Tage verbessern.

Sonnencreme schützt - und kann Hautkrebs vorbeugen
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Sonnenschutz an heißen Tagen. Foto: AdobeStock © Sugar-Love-Love.jpeg

Mit den ersten heißen Sommertagen zieht es viele Menschen ins Freie. Doch während der Sonne für Wohlbefinden und gute Laune sorgt, birgt ihre UV-Strahlung auch erhebliche Gesundheitsrisiken. Fachleute beobachten seit Jahren eine steigende Zahl von Hautkrebserkrankungen weltweit.

Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen, dass Sonnenschutz eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung von Hautkrebs spielt. Die aktuelle Datenlage kommt zu dem Ergebnis, dass die regelmäßige Verwendung von Sonnencreme das Risiko für die Entstehung von Hautkrebs senken kann; darunter befindet sich auch der schwarze Hautkrebs (sog. Malignes Melanom), an dem auch immer mehr junge Menschen erkranken.

Dabei kommt es jedoch nicht nur auf das Vorhandensein einer Sonnencreme an, sondern auch auf die richtige Anwendung. Viele Menschen tragen deutlich zu wenig Sonnencreme auf oder vergessen besonders gefährdete Stellen wie Ohren, Nacken, Fußrücken oder die Kopfhaut. Zudem sollte die Sonnencreme rechtzeitig vor dem Aufenthalt im Freien aufgetragen und nach dem Schwimmen, starkem Schwitzen oder Abtrocknen erneut verwendet werden.

Immer wieder wird in sozialen Medien und auf einzelnen Internetseiten die Sicherheit von Sonnencremes infrage gestellt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist jedoch darauf hin, dass bei Sonnenschutzmitteln, die in der Europäischen Union erhältlich sind, keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erwarten sind (BfR, 2024). Damit bestätigt die Behörde, dass zugelassene Sonnenschutzmittel bei sachgemäßer Anwendung als sicher gelten.

Über die Stärke der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung gibt der sogenannte UV-Index Auskunft. Je höher der Wert auf der Skala ist, die von 1 bis hin zu 11+ reicht, desto intensiver ist auch die UV-Strahlung. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Schutzmaßnahmen bereits ab einem UV-Index von 3. Dazu gehört nicht nur Sonnencreme, sondern auch das Tragen von geeigneter Kleidung, einer Kopfbedeckung und einer Sonnenbrille sowie das Aufsuchen von Schatten.

Besondere Aufmerksamkeit beim Thema Sonnenschutz sollten Eltern ihren Kindern schenken. Kinderhaut ist empfindlicher gegenüber UV-Strahlung und Sonnenbrände in jungen Jahren erhöhen das Risiko für Hautkrebs im späteren Leben erheblich.

Sonnencreme ist daher kein kosmetisches Extra, sondern ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsvorsorge. Wer seine Haut konsequent schützt, kann dazu beitragen, langfristige Schäden zu vermeiden und das persönliche Hautkrebsrisiko zu senken.

Ausreichend trinken - eine einfache Notwendigkeit mit großer Wirkung
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Ausreichendes Trinken gehört zum HItzeschutz. Foto: AdobeStock © AspctStyle.jpeg

Mit steigenden Temperaturen wächst auch die Belastung für den menschlichen Organismus. Um die Körpertemperatur zu regulieren, verliert der Körper vermehrt Flüssigkeit. Wird dieser Verlust nicht ausgeglichen, können zunächst Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit und Kreislaufbeschwerden auftreten. In schweren Fällen kann Flüssigkeitsmangel zu hitzebedingten Erkrankungen führen, die insbesondere für ältere Menschen lebensbedrohlich werden können.

Besondere Aufmerksamkeit gilt älteren Menschen sowie Säuglingen und Kleinkindern. Während das Durstempfinden im Alter häufig nachlässt, reagieren Kinder empfindlicher auf hohe Temperaturen und Flüssigkeitsverluste. Fachleute empfehlen daher, an heißen Tagen regelmäßig zu trinken, nicht erst dann, wenn sich Durst bemerkbar macht.

Als geeignete Durstlöscher gelten vor allem Wasser und ungesüßte Tees. Wer sich längere Zeit im Freien aufhält oder körperlich aktiv ist, sollte seine Flüssigkeitszufuhr entsprechend anpassen.

Auch Angehörige, Freunde und Nachbarn können einen wichtigen Beitrag zum Hitzeschutz leisten. Gesundheitsexperten empfehlen insbesondere bei alleinlebenden Senioren regelmäßige Kontakte, sei es durch einen Besuch oder einen kurzen Anruf. Oft genügt schon die einfache Frage: „Haben Sie heute ausreichend getrunken?“ Fachinformationen des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit empfehlen ausdrücklich, während Hitzeperioden häufiger anzurufen und regelmäßig an das Trinken zu erinnern.

Auch Pflegeheime, ambulante Pflegedienste und Kliniken stehen während Hitzeperioden in besonderer Verantwortung. Hitzeschutzpläne empfehlen unter anderem eine verstärkte Beobachtung gefährdeter Personen, regelmäßige Trinkangebote sowie Maßnahmen zur Kühlung von Räumen und Bewohnerinnen und Bewohnern.

Ausreichendes Trinken gehört zu den wirksamsten und zugleich einfachsten Maßnahmen des Hitzeschutzes. Wer seinen Flüssigkeitshaushalt im Blick behält, kann gesundheitlichen Beschwerden vorbeugen und kommt sicherer durch die heißen Sommertage.