Die Jugendarbeit soll noch besser werden

KJR-Geschäftsführerin, kommunale Jugendpflegerin und Fachkraft des Demokratieprojektes sind auf Bürgermeisterlandkreistour

Unser Bild zeigt, vorne von links: die Geschäftsführerin des Kreisjugendrings Kathrin Zitzelsberger Fernandes, Sigrid Kick (Projekt Demokratie leben!) und die Kommunale Jugendpflegerin Dr. Edith Aschenbrenner. Hinter ihnen stehen der Bodenmaiser Jugendbeauftragte Stefan Tremml und Bürgermeister Joli Haller. Foto: Marktgemeinde Bodenmais

Unser Bild zeigt, vorne von links: die Geschäftsführerin des Kreisjugendrings Kathrin Zitzelsberger Fernandes, Sigrid Kick (Projekt Demokratie leben!) und die Kommunale Jugendpflegerin Dr. Edith Aschenbrenner. Hinter ihnen stehen der Bodenmaiser Jugendbeauftragte Stefan Tremml und Bürgermeister Joli Haller. Foto: Marktgemeinde Bodenmais

Bodenmais. Regelmäßige Treffen zwischen den Verantwortlichen der Kreisjugendarbeit und den Landkreisbürgermeistern haben sich in den vergangenen Jahren bewährt. So kommt es zwar bei aktuellen Themen zum Erfahrungsaustausch bei den Bürgermeisterdienstversammlungen, aber auch die örtlichen Angelegenheiten sollen im Fokus stehen. Deswegen haben sich die Kommunale Jugendpflegerin Dr. Edith Aschenbrenner, die Geschäftsführerin des Kreisjugendrings Regen Kathrin Zitzelsberger Fernandes und Sigrid Kick, der neuen Fachkraft der Koordinierungs- und Fachstelle „Demokratie leben“, vorgenommen, in den kommenden Wochen und Monaten alle Landkreisbürgermeister zum Gespräch zu besuchen. Die erste besuchte Kommune auf dieser Landkreistour war Bodenmais.

Bürgermeister Joachim Haller nahm sich dabei viel Zeit für die Delegation. „Abseits der drei Städte war Bodenmais die erste Kommune mit einem Jugendtreff und einer Fachkraft. Wir unterstützen die Jugendarbeit der Vereine und investieren in die Schule. All dies machen wir aus der Überzeugung heraus, dass die Kinder- und Jugend unsere Zukunft sind“, sagt er und deswegen lege er viel Wert darauf, die bereits bestehende Arbeit vor Ort weiter zu verbessern. Dies werde von allen Vertretern im Gemeinderat mitgetragen. Er freue sich darüber, dass sich aus dem Gremium heraus mit Stefan Tremml ein aktiver Jugendbeauftragter etabliert hat. Ihn hatte Haller mit zum Gespräch eingeladen.

Im Gespräch konnten Haller und Tremml berichten, dass es in Bodenmais eine Vielzahl von aktiven Jugendlichen gibt. „Dadurch, dass unsere Schule auch von den Mittelschülern aus Arnbruck und Drachselsried besucht wird, bestehen zwischen vielen Jugendliche aus dem Zellertal Kontakte“, weiß Haller. Da die Gemeindeverantwortlichen wissen, wie wichtig der Austausch unter Jugendlichen ist und dieser Austausch in Pandemiezeiten oftmals zu kurz kam, streben die Verantwortlichen weitere Verbesserungen an. So soll im Schulverbund Bodenmais-Arnbruck-Drachselsried der klassische Schulbus abgeschafft werden. Die Kinder und Jugendlichen sollen mit dem ÖPNV zur Schule kommen, was dann den Vorteil hat, dass sie eine Monatskarte für den ÖPNV erhalten und mobiler werden. „Dann kann beispielsweise auch mal am Nachmittag oder am Abend der Jugendtreff Underground besucht werden oder sie können sich mit Freunden in Bodenmais treffen und können dann kostenlos den immer besser werdenden ÖPNV nutzen“, berichtet Tremml.

Besonders positiv sahen alle Beteiligten die Entwicklung im Ort. „Es formiert sich derzeit ein Jugendforum“, erklärt Haller. Dies soll den Jugendlichen eine politische Beteiligung ermöglichen. Die Jugend interessiere sich wieder mehr für Politik, diese Bestrebungen wolle man unterstützen.

Zugleich will man in Bodenmais rechtspopulistischen und rechtsradikalen Gruppierungen die Grenzen aufzeigen. „Dies soll schon an den Schulen geschehen“, berichtet Haller. Ziel sei es, Wege zu finden, wie man besser aufklären kann. Hier werde sich Sigrid Kick einbringen.

Sie betreut das Demokratieprojekt „Demokratie leben“, an dem der Landkreis seit dem Januar 2022 beteiligt ist. Sigrid Kick selbst hat beim Kreisjugendring in Viechtach eine neue Heimat gefunden, dort ist das Projekt im Landkreis Regen angesiedelt. „Unser Ziel ist es demokratische Strukturen zu stärken und Jugendliche zu ermuntern, politisch aktiv zu werden“, berichtet sie. Hier gebe es insbesondere in Bodenmais viele gute Ansätze.

In der Runde stellten sich auch die neue kommunale Jugendpflegerin Dr. Aschenbrenner und die KJR-Geschäftsführerin Zitzelsberger Fernandes vor. Am Ende kam man überein, dass man weiterhin eng zusammenarbeiten werde. „Für uns Kommunen ist die Unterstützung durch den Landkreis und den Kreisjugendring sehr wichtig“, betont Haller und deswegen freue er sich, dass die Arbeit weiterhin vertrauensvoll und miteinander angegangen werden kann.

Meldung vom: 23.03.2022