Informationsaustausch und viele Anregungen

Unser Bild zeigt die Teilnehmer mit Landrätin Rita Röhrl und Gastgeber Martin Straub sowie Lothar Denk (er betreut als Gärtner den Kreislehrgarten) im Gemüsegarten des Kreislehrgartens Patersdorf. Foto: Heiko Langer/Landkreis Regen

Niederbayerische Kreisfachberater besichtigten im Landkreis Regen Gärten und Betriebe

   Unser Bild zeigt die Teilnehmer mit Landrätin Rita Röhrl und Gastgeber Martin Straub sowie Lothar Denk (er betreut als Gärtner den Kreislehrgarten) im Gemüsegarten des Kreislehrgartens Patersdorf. Foto: Heiko Langer/Landkreis Regen


Unser Bild zeigt die Teilnehmer mit Landrätin Rita Röhrl und Gastgeber Martin Straub sowie Lothar Denk (er betreut als Gärtner den Kreislehrgarten) im Gemüsegarten des Kreislehrgartens Patersdorf. Foto: Heiko Langer/Landkreis Regen

Patersdorf. Mit strahlendem Sonnenschein und einem angerichteten Frühstück wurden die niederbayerischen Kreisfachberater zu ihrer Arbeitstagung im Kreislehrgarten in Patersdorf vom neuen Kreisfachberater Martin Straub empfangen. „Bei unseren Tagungen steht der fachliche Austausch im Mittelpunkt, wobei wir nicht nur theoretisch über Themen sprechen, sondern den Tag auch nutzen, um vor Ort praktische Umsetzungen anzusehen“, erklärte Straub vor dem Treffen, zu dem er auch Landrätin Rita Röhrl begrüßen durfte.

„Es freut mich, dass ihr alle in unseren schönen Kreislehrgarten gekommen seid“, sagte die Landrätin bei der Begrüßung der Gäste. Sie berichtete davon, dass der Garten bereits im Jahr 1994 errichtet worden ist und nicht nur von den Landkreisgärtnern und dem Kreisfachberater betreut wird. „Auch die Gartenbauvereine sind hier aktiv“, betont Röhrl, die auch Kreisvorsitzende der Gartenbauvereine im Landkreis Regen ist. So übernehmen die Vereine die Pflege der Obstbäume, was angesichts der Vielzahl und der mitunter bereits stattlichen Größen der Pflanzen durchaus eine Herausforderung ist. Röhrl erinnerte auch daran, dass sich die Politik nicht immer einig darüber war, ob Kreisfachberater überhaupt benötigt werden. „Heute ist es unumstritten, dass wir Euch brauchen“, versicherte die Landrätin und verweist auf das breite Spektrum der Aufgaben, die bei von der Betreuung der Gartenbauvereine über die Beratung von Kommunen und die Stellungnahme bei Projekten bis zur Beratung von Bürgern geht.

Straub hatte sich zur Begrüßung der Kollegen etwas Besonderes einfallen lassen: Auf die Teilnehmer warteten Brezen, die mit im Landkreis Regen hergestellter Butter, Kaffee und Apfelsaft aus dem Kreislehrgarten verzehrt werden konnten. Auch Obst aus dem eigenen Garten wurde serviert und so konnten die Fachberater gut gestärkt zum Rundgang durch den Kreislehrgarten aufbrechen. Neben Dutzenden unterschiedlichen Obstbäumen, Beerensträuchern und Wildobstgehölzen wurden auch die „Mahd des Gartens in Etappen“ zur Schonung der Insekten unter die Lupe genommen.

Der Kreislehrgarten war aber nicht der einzige Tagungsort. Nach der Besichtigung ging es weiter nach Schweinhütt. Dort wurde der Bibelgarten besichtigt. „Nachdem das Dorf im Jahr 2000 beim Bezirksentscheid von `Unser Dorf soll schöner werden´ mit Gold ausgezeichnet wurde, hat der örtliche Gartenbauverein den Schwung der Dorferneuerung mitgenommen und im Jahr 2003 begonnen einen Bibelgarten zu planen und 2007 gingen die Bauarbeiten los“, weiß Straub. Sein Vorgänger Klaus Eder war eng in die Planungen eingebunden. Die Gestaltung der Anlage mit ihren über 600 unterschiedlichen Pflanzen stieß bei den Teilnehmern auf großes Interesse. „Wir haben hier sicherlich viele Anregungen bekommen“, stellte Bernd Hofbauer, der Sprecher der niederbayerischen Kreisfachberater fest.

Zur Mittagszeit ging es weiter nach Bodenmais, genauer gesagt auf den Harlachberg zur dortigen Gutsalm. Die Besitzerin Anneliese Kraus nahm sich für die Gäste Zeit und führte sie durch den Betrieb. Vom Garten bis zum Hotelzimmer überzeugte das stimmige Gesamtkonzept die Gäste. Gestärkt von einem leckeren Mittagessen ging es weiter nach Zwiesel. Dort wurde die Gruppe am Naturparkhaus vom Naturparkgeschäftsführer Hartwig Löffelmann erwartet, der über das Gebäude, das durch hervorragende Dämmung und viele Solarpaneele fast Energieautark ist, berichtete.

Zum Abschluss ging es weiter nach Frauenau. Dort konnten die Teilnehmer die Heimat des neuen Kollegen kennenlernen. Zunächst wurde der Betrieb der Eltern des neuen Kreisfachberaters, Garten- – und Landschaftsbau Straub, besichtigt. Vor allem von den Trockenmauern und der naturnahen Bepflanzung des Gartens mit sichtlich hoher Biodiversität waren die Besucher beeindruckt. Auf dem gleichen Gelände befindet sich der Biohof Häng, der von Straubs Ehefrau Birte bewirtschaftet wird. Die Teilnehmer konnte dabei einen alternativen und ökologischen Obst- und Gemüsehof mit Agroforst, Handarbeit, Permakultur und vielen seltenen Kulturpflanzen besichtigen, der zu dieser Jahreszeit besonders üppig und vielfältig wirkt und so manche Überraschung für die Kreisfachberater bereithielt. Gestärkt mit einer Brotzeit und vielen neuen Eindrücken im Gepäck konnten die Fachberater am Abend wieder in Richtung Heimat aufbrechen.

Meldung vom: 25.07.2022