Landkreisweite U18-Wahl ist gestartet

Sie ermuntern die Jugendlichen zur Wahl zu gehen, v.li. Jugendpfleger Dirk Opitz, Landrätin Rita Röhrl und Kreisjugendringvorsitzender Thomas Löffler. Foto: Langer/Landkreis Regen

Bis Freitag, 13. März, 18 Uhr, können die  14- bis 17-Jährigen im Landkreis Regen online abstimmen

Sie ermuntern die Jugendlichen zur Wahl zu gehen, v.li. Jugendpfleger Dirk Opitz, Landrätin Rita Röhrl und Kreisjugendringvorsitzender Thomas Löffler. Foto: Langer/Landkreis Regen

Sie ermuntern die Jugendlichen zur Wahl zu gehen, v.li. Jugendpfleger Dirk Opitz, Landrätin Rita Röhrl und Kreisjugendringvorsitzender Thomas Löffler. Foto: Langer/Landkreis Regen

Regen. „Ich hoffe, dass möglichst viele Jugendliche die Chance ergreifen und mit ihrer Stimme bei der U18-Wahl zeigen, dass sie sich für das lokalpolitische Geschehen einsetzen und sich zu Wort melden wollen“, sagt Regens Landrätin Rita Röhrl. Der Landkreis unterstützt, wie alle Kommunen im Arberland, den Kreisjugendring Regen bei der Durchführung der sogenannten U18-Wahlen. „Alle Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren im Landkreis Regen haben Wahlunterlagen erhalten oder bekommen sie in diesen Tagen“, berichtet der Kreisjugendringvorsitzende Thomas Löffler. Nun können sie an der U18-Wahl teilnehmen. Und das Beste daran: Jeder U18-Wähler kann seine Stimmen erstmals online abgeben.

„Insgesamt wurden durch die Städte und Gemeinden 2797 Wahlbenachrichtigungen verschickt“, berichtet der Kommunale Jugendpfleger Dirk Opitz. „Neben dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ist der Landkreis Regen der einzige in ganz Bayern, der diese U18-Wahl flächendeckend und in Form einer rein digitalen Wahl umsetzt. Wir sind damit nicht nur näher an der Lebenswelt der jungen Wähler dran, sondern ersparen uns den ganzen Aufwand rund um örtliche Wahllokale und Wahlhelfer und auch jede Menge Papier,“ ergänzt er mit einem Augenzwinkern. „Die digitale Stimmabgabe ist mit jedem mobilen Endgerät möglich, was das Ganze sehr flexibel für unsere Jugendlichen macht. Wir empfehlen aufgrund einer besseren Übersichtlichkeit, am Tablet, Laptop, PC oder ähnliches zu wählen. Zudem haben wir uns entschieden, die U18-Wahl von ursprünglich einem Wahltag auf einen Wahlzeitraum zu verlängern, ähnlich der Briefwahlmöglichkeit bei der echten Kommunalwahl“, kann Löffler weiter berichten. Bis Freitag, 13. März, um 18 Uhr können die Jugendlichen nun ihre Stimmen abgeben. Die Ergebnisse werden allerdings erst nach den Kommunalwahlen veröffentlicht. Dies wurde mit den Bürgermeistern im Dezember letzten Jahres so vereinbart.

Die U18-Wahl ist an die eigentliche Kommunalwahl angelehnt, ohne dass das Votum der Jugendlichen direkt in das offizielle Wahlergebnis der Kommunalwahl einfließt. „Wir wollen bei Jugendlichen die Neugierde für Politik wecken und sind überzeugt, dass die Methode U18 dazu eine gute Plattform bietet, junge Menschen an Demokratie, an das Wahlsystem und grundsätzlich an Politik heranzuführen. Bei jeder Wahl rücken politische Zukunftsdiskussionen ins Zentrum öffentlichen Interesses. Und dies beschäftigt auch unsere Jugendlichen. Sie stellen sich Fragen und äußern politische Wünsche“, sind sich Löffler und Opitz einig. Über kurz oder lang werden alle Jugendlichen bei den kommenden Wahlen Erstwähler sein und dann hoffentlich gut vorbereitet in „echt“ zum Wählen gehen, auch mit Hilfe von U18“, ergänzen beide.

Bei der U18-Wahl können die Jugendlichen dabei genauso wie die Erwachsenen wählen. Sie geben ihre Stimmen für die Bürgermeister und Gemeinde-/Stadträte und auch für den gesamten Kreistag ab. Der große Unterschied ist, dass alle Stimmzettel digital aufbereitet sind und digital ausgewertet werden.

Die Stimmabgabe erfolgt über die eigens eingerichtete Internetseite des Kreisjugendring Regen (www.kjr-regen.de/u18wahl) und ist dabei recht einfach und selbsterklärend, nur fünf Schritte sind notwendig. „Die Wahlbenachrichtigungen enthalten Zugangsdaten (eine persönliche Wähler-ID und ein Einmal-Passwort), mit denen sich die U18-Wähler in das virtuelle Wahlsystem einloggen und dann ihre Stimmen abgeben können“, erklärt Jugendpfleger Opitz das Prinzip.

Auf der Wahlseite vom Kreisjugendring ist aber noch mehr zu finden. Damit die Jugendlichen auch die Positionen der Kandidaten kennen, hatten diese die Möglichkeit Statements zu den jugendpolitischen Forderungen des Kreisjugendrings abzugeben. Auch von den zur Kreistagswahl antretenden Parteien wurde um eine Stellungnahme gebeten. Die Positionen der Kandidaten und Parteivertreter sind ebenfalls auf der Homepage zu finden. „Wer seine Stellungnahme noch nicht geschickt hat, kann diese uns noch nachreichen und wir veröffentlichen sie zeitnah“, verspricht Löffler. Das könnte den Jugendlichen bei der Entscheidungsfindung vielleicht helfen, welche Kandidatin/welcher Kandidat oder welche Wählerliste die Interessen der Jugendlichen am besten vertritt“, verspricht sich der Vorsitzende von diesem Transfer.

Das virtuelle Wahllokal ist noch bis Freitag, 13. März 18 Uhr geöffnet. Genügend Zeit also für die Jugendlichen, sich auch im Freundeskreis, in der Schule, im Verein oder auch zuhause mit den Eltern auszutauschen und zu diskutieren, wer die jugendlichen Interessen am besten vertritt. Die Ergebnisse der U18-Wahl werden dann am Wahlabend der Kommunalwahl ab 18 Uhr bekannt gegeben. „Dann wird man sehen, ob die Jugendlichen grundsätzlich anders wählen, als die über 18-Jährigen“, sagt Landrätin Rita Röhrl. Bereits am Freitag, 6. März, gibt es in Viechtach die Party „Jugend und Politik #inBewegung“. In der Werkstød wartet dann ein abwechslungsreiches Programm auf die Jugendlichen, welches vom Viechtacher Jugendrat organisiert wird. „Die Party können die Jugendlichen auch gut mit dem Zug erreichen“, ermutigen Löffler und Opitz die jungen Partygäste diese Möglichkeit auch zu nutzen. Die Verantwortlichen des ÖPNV im Landratsamt und die Wanderbahn im Regental e.V. um Vorsitzenden Arnulf Baier unterstützen die Veranstalter und ermöglichen den jugendlichen Gästen an diesem Tag einen kostenfreien Transfer mit der Bahn zur Party und zurück. Der genaue Fahrplan wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Die Verantwortlichen vom Kreisjugendring und der Kommunalen Jugendarbeit sind für die U18-Wahl gut gerüstet. Nun fehlen nur noch die Jugendlichen, die die Chance zur digitalen Stimmabgabe idealerweise 2797 Mal nutzen sollten.

Meldung vom: 21.02.2020