Wenn Demenz den Alltag verändert

Gemeinsam für mehr Wissen und weniger Berührungsängste: Landrat Dr. Ronny Raith, Sandra Funk, Leiterin der Gesundheitsregionplus Arberland, und Amtsarzt Jürgen Dachl machen auf den Fachabend „Wenn Demenz den Alltag verändert“ am 24. September in Regen aufmerksam. Die Veranstaltung im Rahmen der Bayerischen Demenzwoche verbindet medizinisches Wissen mit praktischer Unterstützung für Betroffene und Angehörige. Foto: Miriam Lange / Landratsamt Regen.

Am 24. September: Fachabend in Regen bietet Medizinwissen und Austauschmöglichkeiten

Gemeinsam für mehr Wissen und weniger Berührungsängste: Landrat Dr. Ronny Raith, Sandra Funk, Leiterin der Gesundheitsregionplus Arberland, und Amtsarzt Jürgen Dachl machen auf den Fachabend „Wenn Demenz den Alltag verändert“ am 24. September in Regen aufmerksam. Die Veranstaltung im Rahmen der Bayerischen Demenzwoche verbindet medizinisches Wissen mit praktischer Unterstützung für Betroffene und Angehörige. Foto: Miriam Lange / Landratsamt Regen.

Gemeinsam für mehr Wissen und weniger Berührungsängste: Landrat Dr. Ronny Raith, Sandra Funk, Leiterin der Gesundheitsregionplus Arberland, und Amtsarzt Jürgen Dachl machen auf den Fachabend „Wenn Demenz den Alltag verändert“ am 24. September in Regen aufmerksam. Die Veranstaltung im Rahmen der Bayerischen Demenzwoche verbindet medizinisches Wissen mit praktischer Unterstützung für Betroffene und Angehörige. Foto: Miriam Lange / Landratsamt Regen.

Regen. Wenn ein vertrauter Mensch plötzlich Dinge vergisst, sich verändert oder im gewohnten Alltag nicht mehr zurechtfindet, entstehen viele Fragen. Was steckt medizinisch dahinter? Wie geht es nach einer Diagnose weiter? Was hilft Betroffenen – und wie können Angehörige unterstützen, ohne dabei selbst an ihre Grenzen zu geraten?

Um genau diese Fragen geht es am Donnerstag, 24. September 2026, von 18 bis 20 Uhr in der Aula der Realschule Regen. Anlässlich der Bayerischen Demenzwoche lädt die Gesundheitsregionplus Arberland gemeinsam mit dem Netzwerk Pflegeberatung und der Chancengleichheit im Landkreis Regen zu einem Fachabend ein, der Wissen vermittelt und zugleich Raum für das lässt, was Menschen ganz persönlich beschäftigt.

Landrat Dr. Ronny Raith, Sandra Funk, Leiterin der Gesundheitsregionplus Arberland, und Amtsarzt Jürgen Dachl machten im Vorfeld gemeinsam auf die Aktion aufmerksam. „Eine Demenzdiagnose stellt nicht nur das Leben eines Menschen auf den Kopf, sondern oft das einer ganzen Familie. Umso wichtiger ist es, offen über die Erkrankung zu sprechen und zu wissen, wo man Unterstützung bekommt. Genau dafür wollen wir mit der Demenzwoche Wissen vermitteln, Berührungsängste abbauen und die Hilfen sichtbar machen, die es bei uns im Landkreis gibt“, weiß Raith.

Den fachlichen Auftakt übernimmt Dr. Rene Trabold, MHBA, Facharzt für Neurologie und Sektionsleiter der Neurologie an der Arberlandklinik Viechtach. Sein Vortrag „Demenz – zwischen medizinischer Diagnose und Lebenswirklichkeit“ spannt den Bogen von den neurologischen Grundlagen bis hinein ins tägliche Leben. Was geschieht bei einer Demenzerkrankung? Was bedeutet die Diagnose für den betroffenen Menschen? Und welche Veränderungen kommen möglicherweise auf diejenigen zu, die ihn begleiten?

Danach wechselt die Perspektive: Nun bestimmen die Besucherinnen und Besucher, worüber gesprochen wird. Unter dem Motto „Sie fragen – wir antworten!“ können sie in einer fachübergreifend besetzten Expertenrunde genau jene Fragen stellen, die zu Hause vielleicht schon länger auf eine Antwort warten.

Neben Trabold stehen Helmut Plenk, VdK-Kreisgeschäftsführer, Franziska Geiß von der VdK-Wohnberatung, Maria Kandler von der Caritas-Fachstelle für pflegende Angehörige sowie Claudia Grimsmann von der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) Rede und Antwort. Damit kommen an einem Abend Fachleute zusammen, die Demenz aus ganz unterschiedlichen Bereichen kennen: von Medizin und Pflege über die Entlastung Angehöriger bis hin zu Wohnen und gesellschaftlicher Teilhabe.

Denn nicht jede Frage rund um Demenz lässt sich mit einer medizinischen Diagnose beantworten. Manchmal geht es darum, die Wohnung sicherer zu machen. Manchmal darum, Entlastung in der Pflege zu finden oder Ansprüche und Hilfsmöglichkeiten überhaupt erst kennenzulernen. Und manchmal hilft bereits das Wissen, an wen man sich mit der eigenen Situation wenden kann.

Genau deshalb soll der Fachabend mehr sein als eine reine Informationsveranstaltung. Er bringt Menschen, die Rat suchen, mit Fachleuten aus der Region zusammen, macht bestehende Angebote sichtbar und gibt Gelegenheit zum persönlichen Austausch – unkompliziert und ohne Berührungsängste.

Die Teilnahme ist kostenfrei und steht allen Interessierten offen.

Meldung vom: 04.09.2026