Wenn die Heimat zum Minister kommt

Nach dem Besuch im Ministerium erkundete die Gruppe noch Berlin. Dazu gehörte auch ein Gruppenbild am Brandenburger Tor. Foto: Heiko Langer / Landratsamt Regen

Regener Delegation um Landrat Dr. Ronny Raith zu Besuch bei Alois Rainer

Erinnerungsbild: Minister Alois Rainer stellte sich mit den Musikern und Landrat Dr. Ronny Raith (re.) zum Erinnerungsbild im Ministerium auf. Foto: Heiko Langer / Landratsamt Regen

Erinnerungsbild: Minister Alois Rainer stellte sich mit den Musikern und Landrat Dr. Ronny Raith (re.) zum Erinnerungsbild im Ministerium auf. Foto: Heiko Langer / Landratsamt Regen

Berlin. „Berlin – Wir fahren nach Berlin“, die Entscheidung war schnell getroffen. Nachdem Landrat Dr. Ronny Raith die Einladung des Bundeslandwirtschaftsministers Alois Rainer an Bürgermeister und Fraktionssprecher übermittelt hatte, waren sich alle sofort einig, dass man die Reise aus dem Vorjahr mit Ministeriumsbesuch wiederholen wird. So machte sich eine 35-köpfige Gruppe auf den Weg in die Bundeshauptstadt. Geplant war kein normaler Besuch, sondern ein Treffen am späten Nachmittag, mit Brotzeit und Musik.

Musik und gute Laune im Ministerium

Die Waidler hatten zwei 30 Liter Fässer Bier im Gepäck und die Blasmusik „Hausgemacht“ mit dabei. Im Ministerium erwartete die Gäste eine Brotzeitstation mit Leberkäse und Weißwürsten. Minister Rainer, Staatssekretär Prof. Dr. Markus Schick und weitere leitende Mitarbeiter des Ministeriums begrüßten die Besucher. Rainer betonte die Freude über den Besuch und erwähnte, dass seine Mitarbeiter den Wunsch geäußert hatten, das Treffen vom Vorjahr zu wiederholen. „Die Vorfreude auf Euren Besuch war auch bei uns sehr groß“, sagte Rainer bei der Begrüßung. Nachdem Treffen im Vorjahr hätten seine Mitarbeiter sich bei ihm erkundigt, ob man das nicht wiederholen könne. Als so schön sei der Besuch der Delegation aus dem Landkreis Regen empfunden worden.

In seiner Ansprache ging er nur kurz auf die politische Situation ein. Er sprach von einem „heißen Herbst.“ Es sei nicht der Herbst, wie er ihn sich gewünscht hätte, nun müsse man aber mit der Lage umgehen.

In seinem Ministerium spiele der Heimatbegriff eine große Rolle. „Wir gehen alle hinaus ins Land, sprechen mit den Menschen und versuchen unsere Arbeit zu erklären“, sagte er mit Blick auf die Arbeit im Bundeslandwirtschaftsministerium. Es sei aber besonders schön, wenn seine Heimat zu ihm komme, so Rainer weiter. Er wünschte sich, seinen Mitarbeitern und den Gästen einen schönen Abend, mit vielen interessanten Gesprächen. „Man muss auch nicht immer nur über Politik sprechen“, betonte er.

Amtsleiter zapfte das erste Fass an

Staatssekretär Prof. Dr. Markus Schick zapfte an, Thomas Pokorny hielt das Fass.

Staatssekretär Prof. Dr. Markus Schick zapfte an, Thomas Pokorny hielt das Fass.

Landrat Dr. Raith erwiderte in seinem kurzen Grußwort, dass die Gruppe gekommen ist, weil Rainer nicht nur der direkt gewählte Wahlkreisabgeordnete ist. „Du bist auch unser Minister, der sich für seine niederbayerische Heimat, wie kein anderer einsetzt“, betonte Raith. Trotz aller Ämter, trotz aller bundesweiten Aufgaben sei Alois Rainer weiterhin „einer von uns.“ Deswegen seien alle gern gekommen und deswegen habe man auch zwei Fässer aus dem Bayerischen Wald dabei. „Ein Fass kommt aus der Pfefferbrauerei in Zwiesel, das andere vom Falterbräu aus Regen“, berichtete Raith.

Mit Professor Schick war nicht nur der Amtsleiter des Hauses anwesend. Rainer und Raith überließen ihm auch das Anzapfen des ersten Fasses. Mit drei Schlägen zapfte er das traditionelle Holzfass an und eröffnete so den gemütlichen Teil des Abends.

Rund drei Stunden saßen die Gäste im Ministeriumsinnenhof mit Minister und Ministeriumsmitarbeitern zusammen. Zur Delegation waren Gabriele Rainer, die Ehefrau des Ministers, und drei persönliche Freunde der Familie Rainer gestoßen. Sie verbrachten nicht nur den Abend mit der Gruppe aus dem Landkreis Regen, sie schlossen sich auch dem weiteren Besuchsprogramm an.

Besuch im Bundeskanzleramt

Gruppenbild im Bundeskanzleramt. Mit Landrat Dr. Ronny Raith und Gabriele Rainer stellten sich alle Teilnehmer zum Gruppenbild im Bundeskanzleramt auf. Foto: Bundeskanzleramt

Gruppenbild im Bundeskanzleramt. Mit Landrat Dr. Ronny Raith und Gabriele Rainer stellten sich alle Teilnehmer zum Gruppenbild im Bundeskanzleramt auf. Foto: Bundeskanzleramt

Am nächsten Morgen stand ein Besuch im Bundeskanzleramt. Nach einer Sicherheitskontrolle, ähnlich der am Flughafen, durften die Gäste das Haus kennenlernen. Sie erfuhren, dass neben dem Bundeskanzler auch Staatsminister Torsten Frei, als Chef des Bundeskanzleramtes seinen Dienstsitz im Ministerium hat. Auch der verbeamtete Staatssekretär Dr. Jörg Semmler sowie die parlamentarischen Staatssekretäre (mit der Amtsbezeichnung Staatsminister) Philipp Amthor (für Bund-Länder-Zusammenarbeit) und Ronald Rauhe (für Sport und Ehrenamt) haben ihren Dienstsitz im Bundeskanzleramt.

Die Gäste erfuhren, dass rund 900 Mitarbeiter im Bundeskanzleramt beschäftigt sind, rund zwei Drittel davon sind Beamte. Auch 15 Azubis erlernen hier ihren Beruf. Wobei es neben den klassischen Verwaltungsberufen, auch Stellen wie Gärtner oder Sicherheitskräfte gibt. In der täglichen Arbeit geht es im Kanzleramt nicht um klassische Verwaltungsarbeit. „Bei uns im Haus werden Konzepte erarbeitet“, erklärte der Guide den Teilnehmern.

Die Gruppe konnte während ihres Besuches beispielweise den Bankettsaal und Sitzungsräume besuchen. Vom Teegeschirr, das Helmut Kohl in Moskau geschenkt bekam, bis zur Pfeife, die Willy Brand vom österreichischen Kanzler Bruno Kreisky erhielt, konnten zahlreiche Staatsgeschenke, die die Kanzler bekamen, besichtigt werden. Besonders beeindruckt zeigten sich die Teilnehmer von den Kanzlerportraits. Dabei fiel auf, dass die Bilder von Angela Merkel und Olaf Scholz fehlten. Sie erfuhren, dass es immer mehrere Jahre dauert, bis ein Portrait im Amt hänge. Derzeit wird das Bild von Angela Merkel im Berliner Bodemuseum ausgestellt, danach kommt es ins Kanzleramt.

Nach dem Besuch im Kanzleramt machte sich die Gruppe auf den Heimweg. Im Bus spielten die Musiker „Hausgemacht“, noch auf. Landrat Raith bedankte sich bei den Musikern für ihre Unterstützung und lobte den Einsatz: „Ihr habt uns auf der Fahrt nach Berlin und nach Hause unterhalten, ihr habt sogar die Gäste im Hotel mit euren Klängen begeistert. Das war außergewöhnlich schön. Vergelt´s Gott.“  Nach einer rund achtstündigen Heimreise ohne Staus und Zwischenfälle kamen die Teilnehmer wieder wohlbehalten in Regen an.

Nach dem Besuch im Ministerium erkundete die Gruppe noch Berlin. Dazu gehörte auch ein Gruppenbild am Brandenburger Tor. Foto: Heiko Langer / Landratsamt Regen

Nach dem Besuch im Ministerium erkundete die Gruppe noch Berlin. Dazu gehörte auch ein Gruppenbild am Brandenburger Tor. Foto: Heiko Langer / Landratsamt Regen

 

Meldung vom: 12.09.2026