Wo Bildung Form annimmt

Landrat Dr. Ronny Raith (re.) und Architekt Robert Brunner – hier zu sehen im künftigen Lehrerzimmer des neuen Berufs- und Fachoberschulgebäudes. Foto: Miriam Lange / Landkreis Regen.

Ausschuss besichtigt den Baufortschritt der neuen Berufs- und Fachoberschule

Landrat Dr. Ronny Raith und Architekt Robert Brunner erläuterten interessierten Kreistagsmitgliedern die Baufortschritte. Foto: Miriam Lange / Landkreis Regen.

Landrat Dr. Ronny Raith und Architekt Robert Brunner erläuterten interessierten Kreistagsmitgliedern die Baufortschritte. Foto: Miriam Lange / Landkreis Regen.

Regen. Auf dem ehemaligen Rodenstockgelände oberhalb der Zwieseler Straße wird sichtbar, wie ein zentrales Bildungsprojekt des Landkreises Gestalt annimmt. Im Rahmen einer Baustellenbegehung machten sich die Mitglieder des Schul- und Kulturausschusses des Kreistags ein Bild vom aktuellen Stand des Neubaus der Berufs- und Fachoberschule (FOS). Begleitet wurden sie von Landrat Dr. Ronny Raith, Architekt Robert Brunner und Gebäudemanager Thomas Frisch, die über Baufortschritt, Nutzung und die besonderen Anforderungen des Projekts informierten.

„Der Neubau ist eine Investition in die Zukunft und Bekenntnis zur beruflichen Bildung in der Region“, betonte Raith. Als Ersatz für das veraltete Bestandsgebäude in der Oberen Bachgasse entsteht hier ein moderner Schulstandort für mehr als 1000 junge Menschen in Voll- und Teilzeitklassen. Künftig sollen unter anderem die Fachbereiche Metalltechnik, Logistik, Wirtschaft und Kfz-Technik sowie das Berufsvorbereitungsjahr und die FOS am stadtnahen Standort zusammengeführt werden, der zugleich eine günstige Verkehrsanbindung bietet.

Mit einer Länge von rund 110 Metern und einer Breite von fast 90 Metern handelt es sich bei dem Neubau um die aktuell größte Hochbaustelle des Landkreises. Die geschätzten Gesamtkosten belaufen sich auf rund 61,5 Millionen Euro.

Während des Rundgangs erläuterte Architekt Brunner die baulichen und konzeptionellen Besonderheiten: „Wir realisieren hier einen nachhaltigen Holzbau, der aufgrund seiner Dimensionen und der Hanglage durchaus herausfordernd ist“, erläuterte er. Gleichzeitig entstehe eine hochmoderne Einrichtung, die zu 100 Prozent energieautark betrieben werden soll. Möglich werde dies unter anderem durch eine Kombination aus Erdwärme und Photovoltaikanlagen. „Damit setzen wir bewusst ein Zeichen für nachhaltiges Bauen im Bildungsbereich“, so Brunner.

Insgesamt seien 74 Gewerke zu koordinieren, dennoch liege das Projekt sehr gut im Zeitplan. Im Untergeschoss sind vor allem Werkstätten, Technik- und Lagerflächen vorgesehen. Das Erdgeschoss bildet mit Aula, Pausenbereichen und Speisenausgabe das kommunikative Zentrum des Schulalltags. Unterrichtsräume und Verwaltung finden im ersten Obergeschoss sowie in Teilen eines zweiten Obergeschosses Platz. Im Vergleich mit ähnlich großen Schulbauprojekten bewege man sich, so Brunner, in einem finanziell absolut vertretbaren Rahmen.

Nach dem Spatenstich im Oktober 2023 und der Grundsteinlegung im Juli 2025 ist die Fertigstellung für das Frühjahr 2027 vorgesehen. „Wenn die Arbeiten weiterhin planmäßig verlaufen, kann der Schulbetrieb am neuen Standort zu Ostern in einem Jahr aufgenommen werden“, blickte Landrat Raith in die Zukunft.

Meldung vom: 11.02.2026